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Endlich ist es da: Nx Worries aka Anderson .Paak und Knxwledge bringen ihr Album „Yes Lawd!“ und ich sitze jetzt hier geflasht und überlege, was ich denn überhaupt dazu schreiben soll. Jemand eine Idee? Über beide Protagonisten wurde in diesem Jahr bereits alles geschrieben, was es zu schreiben gibt und wer bis jetzt nicht noch nicht Fan ist, dem kann auch der Lawd nicht mehr helfen.

Zunächst vielleicht das Offensichtliche: „Yes Lawd!“ ist erschienen auf Stones Throw (nein, dazu verliere ich auch kein Wort mehr) und beinhaltet 19 Tracks. Anderson .Paak macht eigentlich das gleiche wie bisher, nur noch ein wenig ignoranter und noch smoother. Knxwledge prügelt auf seine MPC und zaubert staubtrockene Loops aus allem, was Soul, Blues und Gospel zu bieten haben.

Nicht alle Anspielstationen sind tatsächlich als Songs zu begreifen. Irgendwie passiert immer was und bevor man begreift, was Sache ist, wird der Beat geswitcht, ein neues Sample bahnt sich seinen Weg und wird ebenso schnell wieder verschluckt. Hier gibt es ein paar wohlwollende Zeilen von .Paak, dort ein paar einzelne Ausrufe. Und wenn man Glück hat, erzählt der Kalifornier auch tatsächlich mal ein paar Weiber-Geschichten.

Highlights sind nach wie vor die bereits bekannten „Suede“ und „Linked Up“. Darüber hinaus gibt es noch eine Handvoll toller Songs, die auch als solche zu erkennen sind. Alles herrlich entspannt und so grandios zusammengebaut, das dieses Album nicht erst von Kritikern als Klassiker benannt werden muss, um es als solches zu erkennen.

Vermutlich haben die Beiden das einzige Album geschaffen, das in der Ära nach „How To Pimp A Butterfly“ (und ich sehe .Paak tatsächlich als den ebenbürtigen Gegenspieler zu Lamar) noch als innovativ gelten könnte – quasi die logische Konsequenz.

Aber ganz im Ernst: Das Album ist einfach genial. Zwei ebenbürtige Protagonisten auf der Höhe ihres Schaffens. Mehr Worte braucht man nicht zu verlieren. Ende. Mic drop.

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