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Alles muss raus! Geschäftsaufgabe! Räumungsverkauf! So startet Oliver Gottwald in sein neues, erstes unter eigenem Namen veröffentlichtes Album „Zurück als Tourist“. Und dass seine alte Gruppe Anajo das Geschäft aufgegeben hat, liegt da nicht fern. Herr Gottwald und seine alte Indie-Truppe schlagen also vorerst getrennte Wege ein, was den Bayern aber nicht daran hindert, wieder zu Gitarre und Mikro zu greifen.

Die hohe, einprägsame Stimme mit dem leichten regionsbedingten Einschlag haben wir nicht vergessen und so wähnt man sich auf „Zurück als Tourist“ schnell in bekannten Gefilden. Doch schon auf dem zweiten Track – „Alter Ego“ – wird klar: Der werte Tourist bereist auf seinem Solodebüt neue Landschaften in der Welt der Songlyrics:

„Das ist dann der Moment, wo man sich ansieht und sich selber nicht erkennt. Und sich von Geisterhand verwandelt und dahn der schöne Schein!“

Das ist nicht das Monika-TanzbandHonigmeloneerstes-richtiges-Liebeslied, das der Musiker mit Anajo oft zu singen pflegte. Nachdenklicher, auch mutmaßlich autobiographischer scheint das Werk – was aber sicher auch nicht unüblich für ein erstes Album als Alleingänger ist. Nicht unüblich für Oliver Gottwald: Die verspielt-poppigen Melodien und Instrumentierungen, die nicht immer 100% clean klingen und gerade dadurch diese charmante Tweepop-Anmutung erhalten. Dabei heraus kommen dann ebenso charmante Songideen, die sich schon mal um Doppeldeckerbusse drehen dürfen. Dabei klingt sein Sound so frisch und erfrischend, wie man es sich nur wünschen kann.

Oliver Gottwald, „wofür gibst du deinen Namen eigentlich her?!“ Für ein richtig gutes Erstlingswerk als frisch gebackener Solokünstler!

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