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Wenn man etwas über Olli Schulz sagen kann dann ist es, dass er wohl immer schon ein Musiker war. Das schöne an dem Dasein eines Musikers ist, dass es egal ist ob man Erfolge feiert oder nicht, diese Berufung trägt man immer in und mit sich. Ob für sich allein oder für das große Publikum das jauchzend applaudiert sobald du die Bühne betrittst.

Mit Feelings aus der Asche spült der gebürtige Hamburger uns direkt zum Jahresbeginn eine langersehnte Platte ins Haus, die einfach mal ganz anders als seine beiden Vorreiter ist. Wie Olli Schulz selber im Voraus indirekt verlauten ließ, ist dieses Album weniger „Bibo“, „Rangel“ oder „sexy“ und trägt einen eher melancholischen, selbstreflektierenden Aspekt. Natürlich finden wir in seinen neuen Liedern auch Textzeilen die einem zum schmunzeln bringen, denn ganz unterbinden kann man den Unterhalter, den Witze-Erzähler nun mal eben nicht – und das ist auch gut so!

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Eingeleitet wird der Zehnteiler von einer fröhlich-melodischen Ode an „alte Helden und vergangene Träume“ und leitet vom Tempo her direkt in die „Phase“ ein, die von Tim ja bereits von A bis Z durchgesprochen wurde. Bei „Kinder der Sonne“ hört man, dass er eine ganze Band mit an Bord hat. Keine hervorstehende Akustikgitarre wie gewohnt, sondern schwebende Hintergrundgesänge und ein dezentes Effektfeuerwerk mit Reverb und allem was dazugehört.

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Die B-Seite beginnt mit dem Stück, welches der Sebastian von Testspiel schon treffend als Zentrale des Albums beschrieben hat. „Als Musik noch richtig groß war“ hatte Olli bereits kurz vor Weihnachten im Neo Magazin bei Jan Böhmermann präsentiert und konnte so neben der ersten Singleauskopplung „Phase“ einen ordentlichen Appetizer servieren. Nachdem er uns vom Einfluss der Musik auf sein Leben erzählt reisen wir in den bluesigen „Dschungel“, um das im positiven komischste Lied des Albums zu entdecken. Es folgen Erinnerungen an vergangene Tage und Blicke in die Zukunft bis wir auf „Feelings aus der Asche“ stoßen, das große Finale, welches das ganze bisher eingeatmete wieder ausatmet. Nicht nur lyrisch, sondern vor allem instrumental ist hier der ganz große Stil am Werk.

Ich freue mich darauf weiter ins Album reinzuhören und mich mit den 10 prächtigen Liedern anzufreunden. Feelings aus der Asche bekommt ihr ab heute bei eurem Lieblings-Plattenladen oder bestellt es euch einfach wie ich beim GHvC oder bei Amazon. Macht euch einfach selber ein Bild von dieser Platte, so jedenfalls kann das Musikjahr 2015 gerne weitergehen.

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