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Ohne ein aufgedunsenes Intro und ohne perfekte Bilder, dafür mit einer am Olymp kratzenden Ehrlichkeit gibt es heute mal wieder einen Gastbeitrag. Mein Arbeitskollege Jannick Jonscher hatte das Glück, Besitzer eines der heißbegehrten Tickets für das zweite Hamburgkonzert von Olli Schulz zu sein. Seine Eindrücke und Worte findet ihr gebündelt nun hier:

Olli Schulz kehrt in seinen Heimathafen zurück!

Olli Schulz hat lange Jahre in Hamburg gelebt und musste somit seine Tour zum neuen Album „Feelings aus der Asche“ natürlich hier starten. Zwei Mal (17. und 18. März) hat er die Große Freiheit 36 bis auf den letzten Platz ausverkauft. Für knapp 30€ hatte ich am Mittwoch bei der zweiten Ausgabe also das Vergnügen, mir mit gefühlt 2000 anderen Fans einen abschwitzen zu dürfen. Das war‘s wert!

Mit einer halben Stunde Verspätung kam Olli Schulz mit seiner Band gegen 20:30 Uhr auf die Bühne und hat erst mal klargestellt, dass alle die denken, dass er hier einen auf „Cirus Halligalli“-Kasper macht, auf der falschen Veranstaltung sind. Damit hat er dicken Applaus geerntet – die Olli Schulz-Hooligan-Gang hält eben zu ihm!

Ganz auf Gags und dumme Sprüche hat er dann aber natürlich doch nicht verzichtet. Mit „So muss es beginnen“ ging es los und obwohl er ja nicht wirklich Mucke zum abgehen macht, kam Party-Stimmung auf, was unter anderem an den Konfetti-Kanonen lag, die er direkt zu Anfang abgefeuert hat (eine sogar aus der Hand, leider direkt an die Scheinwerfer – fail!).

ollischulzlive

Hamburg hat seine Textsicherheit bewiesen und Olli gesanglich bestens unterstützt. Anfangs war er nur am Mikrofon zugange, welches er auch direkt am Anfang schön auf den Boden geknallt hat, als er versuchte das Ding zu fangen. Später hat er seine Band an der Gitarre unterstützt und auch Solo auf einem Barhocker ein paar Tracks zum Besten gegeben. Seine Band bestand aus befreundeten Musikern wie zum Beispiel Liedermacher Gisbert zu Knyphausen am Bass und auch einer Frau, die ich zu Anfang für Sarah Kuttner gehalten habe – wie gut wäre das gewesen?!

„Achtung, ich tanze“, sagte er und legte los! Fröhlich und leichtfüßig ist er auf der Bühne auf und ab geswingt und hat sich so durch neue Songs wie „Boogieman“, „Phase“ und „Kinder der Sonne“ von seinem aktuellen Album „Feelings aus der Asche“, über zum Beispiel „Halt die Fresse, krieg n Kind“ und „Ich dachte du bist es“ vom Vorgänger „S.O.S. – Save Olli Schulz“, bis hin zu ganz alten Kamellen und dem ersten Song, den er jemals geschrieben hat, gesungen, getanzt und gelacht. Zweieinhalb Stunden hat er gespielt und man hat richtig gemerkt, dass er sich hier in Hamburg zu Hause fühlt!

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Zwischen den Songs hat er (wie von uns allen insgeheim gehofft) seine Stories ausgepackt und auf einer Leinwand wurden Fotos aus seiner Kindheit gezeigt. Eins kann ich euch aber sagen, heute sieht er besser aus!

Hier mal ein Witz, da mal eine Textzeile umgedichtet, dort ein Medley aus bekannten 80er Hits, zwischendurch ein Schluck Beck‘s und dann die alten Geschichten aus und über Hamburg, seine verdrogte Jugend und was er doch für ein unerkannter Frauenschwarm war – perfekt!

Highlight? Alles! Die Mischung hat‘s definitiv gemacht. Ob mit Band, nur an der Gitarre oder einfach nur seine Geschichten – Olli Schulz vom Feinsten! Gut verschwitzt, leicht lädiert, die Zeit im Gesicht, dafür super gelaunt und in Topform! Eben unser Boogieman!

Ein Tipp zum Schluss: Platte kaufen!

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