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Wer einigermaßen auf dem aktuellen Stand ist, was Werbespots anbelangt, wird früher oder später über die aktuelle Vodafone-Kampagne gestoßen sein. Dort wird der Song „Hold On“ von Olsson genutzt. Im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg hat Vodafone zusammen mit Universal Music ein Showcase auf der MS Tonne veranstaltet, auf der er seinen ersten Auftritt in Deutschland spielte.

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Nachdem alle geladenen Gäste das Schiff betreten hatten und selbiges ablegte, wurde der Showcase erstmal mit einem DJ-Set eingeleitet. Gleichermaßen elektronische wie seichte Tanzmusik gab es auf die Ohren. Das passte zum hervorragenden Wetter und der Veranstaltung als solches, war aber vor allem eines: langweilig – zumindest für mich, der dieser Musik rein gar nichts abgewinnen kann. Immerhin tanzten sich ab und an einige der Gäste schonmal warm.

Nach dem DJ-Set ist vor Olsson

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Nach etwas mehr als einer halben Stunde war das DJ-Set dann beendet und nach einem kurzen Bühnenumbau kam die Band von Olsson auf die Bühne und spielte ihr Intro. Von Olsson war noch nichts zu sehen, dann kam er plötzlich im Nachthemd auf die Bühne. Ungewöhnlich, wie so etwas nun einmal auch ist, grinste und lachte ich mir einen drein – sympathisch war er mir also schonmal.

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Während seine Single „Hold On“ und die B-Seite „Thin Love“ für meinen Geschmack viel zu ausproduziert und flach klingen, war das nach dem ersten gesungenen Chorus sofort passé! Die Songs bekommen live schöne Indie-Rock-Noten ab und sind extrem raumerfüllend. Das wiederum steckte die Zuschauer an, die bestgelaunt tanzten und richtig mit Olsson mitgingen.

Das lag neben den sehr coolen Live-Versionen der gespielten Songs vor allem an Olsson selbst. Er versprüht eine selten gesehene Energie, die nie abnimmt. Von links bewegt er sich nach rechts, gerne geht es auch in die Leute hinein. Das war packend, das war ekstatisch und vor allem: Richtig, richtig geil!

Nach knapp 45 Minuten und einer Zugabe verließ geschaffter Olsson in seinem komplett durchnässten Nachthemd die Bühne und die Crowd war, inklusive meiner Wenigkeit, von vorne bis hinten absolut begeistert. Abermals zeigte sich: Etwas, das aus dem Studio heraus vielleicht nicht unbedingt packend klingt, kann live bombastisch rüberkommen! Das trifft auch bei Olsson zu. Betrat ich die MS Tonne mit recht niedrigen Erwartungen, verließ ich sie am Ende absolut überschwänglich und begeistert – das sagt wohl so ziemlich alles über diesen Nachmittag aus.

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