Festival
Am Samstag fand zum zehnten mal das Open Source Festival in Düsseldorf statt, welches drei Bühnen und jede Menge guter Bands vorzuweisen hatte.

Opener auf der Mainstage waren Sex in Paris, Texas. Die Band um Sänger Marian Kindermann eröffnete den Tag mit deutschen Balladen, während das Publikum vor der Bühne platz nahmen und den Geschichten der Band lauschte. Die Jungs stimmten mit Fick dich, ohne dich war es besser  aus ihrem Track In der Stadt an. Ein Satz, der noch nicht nie so schön klang, wie an diesem Tag.

Im Anschluss ging es dann zurück zum Gelände beim Foodcourt. Eher zufällig nahm ich die Musik von der Carhartt WIP Stage wahr, auf welcher Ivory Clay spielten. Diese lieferten einen bombastischen Sound ab, welcher durch Jazzeinflüsse und düsteren Basslines geprägt ist. Beim letzten Lied fühlte ich mich an Massive Attacks Group Four erinnert. Auch ein Teil von Death Cab for Cutie hörte sich die Performance der Band an.

Inmitten des traumhaften Wetters spielten dann Darjeeling auf der Young Talent Stage. Auch ihr Konzert wurde eher zufällig von mir besucht. Deshalb war es umso schöner, als die Band im Sonnenschein ihre Neo-psychedlischen Tracks spielten und das Publikum ein lächeln ins Gesicht zauberten.

Anschließend ging der Weg wieder zur Mainstage. Dort wartete bereits die Düsseldorfer Band Honig auf ihr Heimspiel. Der Band merkte man die Spielfreude vor heimischen Publikum an. Ich freute mich insbesondere auf den Song Drunken in my Head, welcher so schön und gleichzeitig traurig ist, dass er auch aus der Feder von Death Cab Frontmann Ben Gibbard stammen könnte.

Das Gedränge vor der Bühne nahm anschließend nochmals zu, nachdem Kakkmaddafakka aus Norwegen die Bühne betraten. Diese heizten das Publikum mit gute Laune Tracks ein und sorgten damit für ordentlich Bewegung vor der Bühne.

Im Anschluss folgten Death Cab for Cutie, welche ich unter anderem am Wochenende zuvor auf dem Hurricane Festival gesehen hatte. Diesmal hatten sie allerdings eine längere Spielzeit und durften eine halbe Stunde länger ran. Ich persönlich fand ihren Auftritt wieder einmal wunderschön. Diesmal waren unter anderem die traumhaften Tracks What Sarah Said oder You’ve haunted me all my life in der Setlist vertreten.

Den Abschluss eines tollen Festivaltages sollten dann Metronomy liefern. Diese habe ich vor zwei Jahren beiläufig auf dem Hurricane Festival gesehen, ohne mich vorher mit ihnen beschäftigt zu haben. Das dies ein Fehler war, zeigte mir der Headliner Auftritt der Briten. Metronomy performten eine unglaublich geniale Liveshow und forderten den Zuschauern nochmal alles ab. Dabei spielten sie neben Klassikern wie The Bay auch das überdrehte Boy Racers, bei dem meine Beine sich von alleine bewegen zu schienen und der Bass nicht mehr aufhören wollte, zu dröhnen.

So endet ein wunderschönes Festival. Mir gefielen die kurzen Wege, welche das Bühnenjumping leicht ermöglicht. Die Location ist mit seiner Tribüne vor der Mainstage sowie dem Golfplatz im Hintergrund auch etwas besonderes. Das Publikum war alterstechnisch stark durchmischt. Teilweise waren Eltern mit ihren Kindern Vorort, was für eine sehr angenehme familiäre Atmosphäre sorgte. Im Vergleich zu den großen Festivals konnte ich keine Spur von unangenehmen Saufpublikum wahrnehmen.

Ich hoffe, dass man die Buchungspolitik beibehält und auch für nächstes Jahr ein ähnlich ansehnliches Line Up aus dem Hut zaubert. Ich würde mir ja was Richtung Bombay Bicycle Club, Rob Lynch und Wolf Alice wünschen.

Bildquelle Artikelbild Facebook Open Source Festival