Fotos: Lisa Ostheimer / noisiv.de

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Was gibt es besseres als an einem Samstagabend im Hamburger Molotow zwei gute Bands zum ersten Mal zu sehen? Das Glück hatte ich am 23. April beim Konzert von Patrick Bishop und Teleman. Da ich die Alben der Bands bisher nur zu Hause gehört hatte, war ich gespannt wie die Songs live klingen!

Patrick Bishop machen Lust auf Mehr

Den Abend eröffnen durften Patrick Bishop aus Bern mit einem kleinen Set aus sieben Songs. Der Erste Song „Zwei“ aus der 2015 erschienen EP „Patrick Bishop“ zog mich direkt in den Bann. Leider stand der Großteil des Publikums etwas von der Bühne entfernt und es wurde vereinzelt geredet, doch davon ließ sich die dreiköpfige Band nicht beirren und bewies Professionalität. Anschließend spielten Patrick Bishop „Un“, einer meiner persönlichen Lieblingssongs der Band. Die Stimme des Sängers klang bei dem Song rein und zerbrechlich zugleich. Es folgte „Redoubt“ aus dem 2013 erschienen Album „Minor Lakes“. Ein Song, der durch eine ruhige Atmosphäre lebt.

Patrick Bishop

Die Band kündigte als nächstes ihren neuen Song „Seis“ an, welcher in der Bonus-Edition ihrer Ende Mai erscheinenden EP zu hören sein wird. In der EP werden außerdem Remixe bereits bestehender Songs, wie auch ihres Openers „Zwei“ vorhanden sein. Dafür haben sie u.a. die talentierten Tuff City Kids beauftragen können. Als letzten Song spielten Patrick Bishop „Tri“, der mir noch nach dem Konzert einen Ohrwurm bereitet hat. Die Band verabschiedete sich und sagte, dass sie gern später noch auf einen Schnack im Molotow anzutreffen sind, nach eigener Aussage „Je später, desto Bar“. Sehr sympathisch!

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Teleman bleiben ihrer Linie treu

Nach einer kleinen Umbaupause kam dann die vierköpfige Londoner Band Teleman auf die Bühne. Als Opener wählten sie „Skeleton Dance“ aus ihrem 2014 erschienen Album „Breakfast“, einen Song der direkt vorgab in welche Richtung das Konzert gehen wird. Teleman haben einen einzigartigen Indie-Pop Sound; dazu kommt, dass der Sänger Thomas Sanders eine Stimme mit Wiedererkennungswert hat. Zur Mitte des Sets, dass aus insgesamt 13 Songs bestand, spielte die Band „Strange Combinations“ und „Tangerine“. Eine Gute Kombination von Songs, wie ich finde. Obwohl die Band auf der Bühne relativ ruhig und bedacht wirkte, wurde im Publikum spätestens nach den beiden Songs getanzt.

Teleman

Mein persönliches Highlight des Sets war der Song „Düsseldorf“, aus dem im April erschienen Album „Brilliant Sanity“, welcher laut Teleman eine Hommage an Deutschland ist. Gegen Ende des Sets kam Thomas Sanders aus sich heraus, sprang von der Bühne und spielte den Song „Drop Out“ zum Teil in der Menge. Das lästige „von der Bühne gehen und nach Zugaberufen wieder auf die Bühne kommen“-Spiel sparten sich Teleman. Sie spielten nach Ende ihres regulären Sets noch zwei Zugaben, „Christina“ und „Not In Control“. Bei „Christina“ wurde seitens des Publikums mitgesungen. Das Ende von „Not In Control“ wurde von Thomas Sanders zum krönenden Abschluss erneut in der Menge gespielt.

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Ein wirklich schöner Abend

Alles in Allem hatte ich beim Konzert von Patrick Bishop und Teleman am 23.04.2016 im Molotow großen Spaß! Besonders Patrick Bishop haben es mir angetan. Die Songs der Band haben mich nicht nur vom Songtext, sondern auch musikalisch überzeugt. Die Band ist vielseitig und zeigt immer wieder neue Facetten. Das hat mir bei Teleman etwas gefehlt. Klar ist es positiv zu bewerten, dass sie einen wiedererkennbaren Sound haben, dennoch klingen die Songs für mich teilweise zu ähnlich. Nichtsdestotrotz haben mich sowohl Patrick Bishop, als auch Teleman zum Tanzen gebracht und ich hatte einen wirklich schönen Abend im Molotow!