Bildquelle: Okta Logue

Foto: Tabea Windgassen

Okta Logue im Molotow und dann noch auf einem Samstag, das ist eine unschlagbare Kombination. Gespannt ging es mit den Freunden dann zu meinem bereits fünften Gig der Jungs aus Darmstadt. Dass die neuen Songs live absolut zünden wusste ich bereits, allerdings war das große Fragezeichen, wie die Setlist aussehen wird.

Nachdem der Singer-Songwriter Mudwell einen sanften Einstieg in den Abend bot, füllte sich der Club pünktlich zum Beginn von Okta Logue. Das Quartett begann dann ihre Show mit dem Opener von „Runway Markings“ namens „Yesterday’s Ghosts“, bei dem nicht Benno Herz sondern Keyboarder Max Schneider ans Mikrofon seine Stimme erhebt. Es folgt die Single „Devil’s Dance“ und bereits jetzt war klar, dass dieser Abend seine magischen Momente haben wird. Natürlich überzeugte Gitarrist Philip Meloi abermals mit seiner ganzen Performance und gestikulierte mit seiner Mimik jedes Solo leidenschaftlich. Die ganze Band schien sich so sehr auf den Start der Tour gefreut zu haben, lächeln sich gegenseitig immer wieder an und singen die Songs mit.

Dabei wird deutlich, was für ein fabelhaftes Album Okta Logue mit „Runway Markings“ geschaffen haben: etwa das traumhafte „River Street“, bei dem Benno Herz statt zum Bass an die Akustikgitarre greift oder das wuchtige „Part of the Show“ sowie das tanzbare „In Every Stream Home a Heartache“. Daneben gibt es eine handvoll Songs vom Album „Diamonds And Despair“, insbesondere „Distance“ und der gleichnamige Song „Diamonds And Despair“ brachten das Molotow zum Beben. Zwischenzeitlich stand die Band zu sechst auf der Bühne, nachdem ein zweiter Gitarrist sowie ein Saxophonist als Unterstützung hinzukamen.

Benno Herz sagte schließlich, dass es unglaublich wäre, dass vor zehn Jahren ihr erstes Album herauskam. Von jenem Album „Ballads Of A Burden“ schaffte es mit „Shine Like Gold“ ein Stück in die Show, während ihr zweites Album „Tales Of Transit City“ in der Setlist nicht berücksichtigt wurde. Schade um Klassiker wie „Let Go“ oder „Transit“.

Schließlich endete ein großartiger Konzertabend wie er begonnen hatte: mit dem letzten Song „Julie“ war Max Schneider erneut an den Vocals und hinterließ ein absolut glückliches Publikum. Im Anschluss gab es noch die Gelegenheit für einen kurzen Austausch beim Merch-Stand. Wer die Band auf der aktuellen Tour sehen möchte, sollte die genannte Tourdaten checken. Im Herbst wird es eine erweiterte Tour geben, die in Kürze bekannt gegeben wird.

Okta Logue „Runway Markings“-Tour 2019

  • 31.05 – Düsseldorf, Westkunstzimmer
  • 01.06 – Hamburg, Molotow
  • 05.06 – Köln, Luxor
  • 06.06 – Frankfurt, Zoom
  • 07.06 – Berlin, Bi Nuu
  • 08.06 – München, Milla