HXLT

Foto: Nigel Holt

Eben noch habe ich hier bei mir die Fenster geputzt, HXLT wünscht sich er hätte ähnliches getan: auf dem Artwork seiner gleichnamigen Debüt-LP fliegt der Alternative RnB-Künstler im Sturzflug mit den Splittern einer ehemaligen Fensterfront. Glücklicherweise hat er sich vor dem vermeintlichen Vorfall noch Post-Punk-Legende Kathleen Hanna ins Studio geholt.

Mit einer Breite an Erfahrungen von Bikini Kill und Le Tigre, bis hin zu The Julie Ruin, zerstört die Ikone in ihrer knappen Minute an der Vocalfront, sämtliche Bemühungen des talentierten Allrounders aus Chicago, der Star seiner eigenen Post-Punk-Hymne zu werden. Holt aka. HXLT hat aber noch weitere Eisen im Feuer und schafft es mit dieser Crossover-Platte Hip-Hop-, RnB- und Punkeinflüsse miteinander zu verbinden.

„HXLT“ ist beileibe kein Meisterwerk, ein zweites „Speedin‘ Bullet To Heaven“ (Sorry, Cudi) ist es zum Glück aber auch nicht geworden. Unterschrieben hat Nigel Holt, welcher einst unter dem Synonym Hollywood Holt zugegen war, beim einstigen Label von Kanye West, GOOD Music. Bekanntlich übergab dieser vor der Veröffentlichung seiner 7. Platte „The Life of Pablo“ den Chefposten an Pusha T weiter, welcher sich seither für neue Signings verantwortlich zeigt.

„HXLT“ ist am 26. Februar via GOOD Music/Def Jam erschienen und in voller Länge auf Soundcloud verfügbar.

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