Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Im Mai des vergangenen Jahres veröffentlichten die Kanadier PUP ihr aktuelles Album „The Dream Is Over“. Nachdem sie im September im Rahmen des Reeperbahn Festivals bereits in Grünen Jäger spielten, kamen sie nun zurück in die ausverkaufte Skybar des Molotow.

Newmoon machen Druck!

Mit dabei hatten sie Newmoon aus Belgien, die zum insgesamt fünften Mal in der Hansestadt spielten. Die Musik des Quintetts ist druckvoll, sphärisch. Während Crowds während der Support-Acts oft lieber miteinander reden, als der Band ihre Aufmerksamkeit zu schenken, war das hier nicht der Fall.

Gebannt hörte man Stücken, wie „Head of Stone“, „Mask“ und „Coma“ zu. Die Band selbst gibt sich zwischen den Stücken recht introvertiert – lieber spielen sie ihre Songs und die wiederum funktionierten verdammt gut. Nach insgesamt acht Songs beendeten die Antwerpener ihr Set unter großem Beifall.

PUP legen alles in Schutt und Asche!

Nach dem guten Einstand übernahmen PUP das Ruder, die mit „If This Tour Doesn’t Kill You, I Will“ und „DVP“ furios begannen. Praktisch sofort bildete sich der Pit hinter mir, während ich zentral vor der Bühne fotografierte und mitten auf die Bühne geschubst werde. Schmerzhaft war das allemal – beeindruckter war ich aber dennoch von ungemeinen Energie, die die Gruppe in der Crowd auszulösen vermochte.

Crowdsurfen im Mini-Club? Aber sicher doch!

Diese schlichtweg krasse Energie sollte während des Konzertes kein einziges Mal ab-, sondern viel eher noch weiter zunehmen! Zwischendurch sieht man Crowdsurfer, die praktisch direkt unter der Decke kleben, während PUP ein riesiges Punk-Feuerwerk abliefern und Songs, wie „My Life Is Over and I Couldn’t Be Happier“, „Sleep Is The Heat“ und „Guilt Trip“ abfeuerten. Keiner wollte es zwar, aber dennoch kam das Konzert früher oder später zum Ende. Eigentlich hätten sie gut und gerne noch zwei Stunden dranhängen können – diese entfesselte und verrückte Crowd hätte es locker mitgemacht!

PUP gaben an diesem Abend in der Skybar eines der Konzerte, die einen daran erinnern, warum diese kleinen Club-Konzerte so wertvoll sind: Der emotionale Ausbruch ist unmittelbar, die Verbindung zwischen Band und Crowd von keiner künstlichen Distanz getrennt. Das Eine greift nahtlos ins Andere, alle verlieren komplett ihren Verstand kreieren diese Chemie, die so unnachahmlich ist.

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