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Bildquelle: Facebook

Nein, es ist keine Schande, wenn einem der Name „Rano” nicht geläufig ist. Wenn man von sich behauptet, sich mit Hip-Hop auszukennen, sieht das jedoch schon anders aus. Zusammen mit unter anderem Spontan und Laas bildete Rano um die Jahtausendwende den „Stammtisch”, der insbesondere auf den legendären „Beatz aus der Bude”-Tapes stets prominent vertreten war. Wer bis hierher noch im Trüben fischt, sollte schnell Torch anrufen oder Google um Hilfe bitten.

Nach einer EP (hier das Video zu „Watch What”) und einem Album mit Laas wurde es schnell ruhig um Rano, doch seit 2013 hört man wieder häufiger von dem Mann aus Osnabrück. Erst kam das Album „Durch die Wand”, danach folgte ein Allstar Remix zum Song „3 Jahrzehnte” und ein Video zu „Liv It”. Der Mann ist also wieder voll dabei.

Spricht man über den eigenen Musikgeschmack, so geht es auch darum, eine gewisse Außenwirkung zu erzielen. Seit einiger Zeit findet man vermehrt Gymnasiastinnen mit Air Max und Turnbeutel auf Sichtexot, WSP oder Entbs Veranstaltungen. Hip-Hop ist modern. Für die erwähnte Klientel sind Leute, wie Rano, dann aber doch nicht sexy genug. Da lassen sich viele allerdings etwas entgehen, bestes Beispiel: Der neue Song „Kein Ende in Sicht” mit Masta Ace und Spax.

Da hat jemand seinen Sound gefunden und zieht sein Ding durch ohne Ausrutscher. Grown Man Rap halt. Echter Hip-Hop. Auf der dazugehörigen EP lassen sich dann etliche Perlen ausmachen und wenn auch noch ein gewisser Rudebwoy auf der Kiffer-Hymne „Hälfte der Welt” auftaucht, ist der Autor begeistert.

„Doch jag nicht den Erfolg, weil ich mein‘ Job mag

und schreibe immer nur aus Liebe wenn ich Bock hab”

Ob Rano (nochmal) den großen Durchbruch schafft bleibt abzuwarten. Aber interessieren tut ihn das eh nicht. So wird auf der EP der eigene Standpunkt deutlich formuliert und die eigenen Ziele klar abgesteckt. Nicht gerade innovativ, aber in sich schlüssig und mit verdammt viel Liebe für die Musik. Und wenn auf Ranos Konzerten auch irgendwann Teenager mit Carhartt auftauchen, bin ich der Erste, der sich freut.

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