Rel_McCoy_-_Gas_Money_-_Low-Res-Cover

In Zeiten, in denen jedes Album einem Hochglanzprodukt aus einem Werbekatalog gleicht, ist „Gas Money“ von Rel McCoy eine erfrischende Abwechslung.

Den titelgebenden Song haben wir euch bereits vorgestellt. Statt der üblichen Sperenzchen und wenig überraschenden Features gibt es ein Rap-Album, das den Protagonisten ins Rampenlicht rückt und zu überzeugen weiß.

Der Kanadier rappt sich auf 12 Tracks tatsächlich in die Köpfe der Hörer und kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seien es typische Hip-Hop-Tracks, wie „The Payoff“ mit super entspanntem Beat, in dem es im Refrain heißt:

It’s time for the payoff,
you lazy cats lost the path now you way off!

Rel McCoy – The Payoff

Oder auch persönlichere Nummern wie „Still Human“ oder „Home“. Keine Meisterwerke à la Shakespeare, aber es funktioniert unheimlich gut und über die gesamte Albumdauer hinweg. Die Beats sind old-school und teilweise dillaesk, klingen aber nie veraltet. Es rumpelt im Bassbereich und die Snares klatschen. Obwohl sehr viele verschiedene Produzenten mitgewirkt haben, ist das Sound-Bild tatsächlich einheitlich geraten.

Vor einigen Jahren wäre Rel McCory mit so einem Album noch durch die Decke gegangen. Nun sind Drake und Future tonangebend und das im wortwörtlichsten Sinne. Das kann man blöd finden oder akzeptieren. Rel hat offensichtlich letzteres getan, und ein unglaublich entspanntes Rap-Album abgeliefert.

Sollte sich noch irgendwer beschweren, dass Rap bloß inhaltsleeren, autogetunten Singsang kann: Die Ausrede zählt nicht mehr. Tolles Album!

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