Nachdem hier im Blog schon mehrmals über Bush berichtet wurde, füge ich nun zur ganzen Vorarbeit jetzt ein kleines Album-Review über The Sea of Memories hinzu, welches vor wenigen Tagen in Deutschland erschienen ist.

Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich nicht genau wusste was mich nach der in 2001 erschienenen Platte Golden State erwarten würde. 10 Jahre sind eine lange Zeit um ein neues Album raus zu bringen. Ehrlich gesagt hatte ich sowieso nicht damit gerechnet dass die Band nach 8 Jahren Pause/Trennung wieder zueinander findet. Aber ich muss sagen, das warten hat sich gelohnt!

The Sea of Memories überrascht: Neben den typischen Alternative-Rock Hymnen sind hier auch etwas ruhigere Balladen zu hören.
The Mirror Of The Signs eröffnet das Album mit einem atmosphärischem Intro und wird von der bereits bekannten Single The Sound Of Winter gefolgt. Dieser Song hat genau wie die Nummer 3 des Albums eine rockige Basis, wobei All My Life sogar noch ein wenig härter und böser klingt, gitarrentechnisch gesehen. Der Refrain verleitet zum mitsingen und hat Ohrwurmpotential.

Weiter geht es mit Song #4, The Afterlife (ebenfalls eine Single). Bush-typisch Gitarrenlastig. Hätte ich nicht gewusst dass der Song von Bush ist, hätte ich nie gedacht dass Gavin Rossdale da singt. Zumindest im Chorus nicht, was ich nicht schlimm finde. Im Gegenteil, er hat seine Stimme gut entwickelt. Ich konnte ihn zwar noch nie live sehen, aber von den Videos die ich bisher gesehen habe, überzeugt er.
Kommen wir nun zu der am Anfang schon angesprochenen Ballade All Night Doctors. Zwar nicht so schön wie Love Remains The Same aus Rossdales Solo-Zeit, aber dennoch angenehm zu hören. Später setzt auch noch die verzerrte E-Gitarre ein und der Song bekommt zum Ende hin aufbauend noch richtig Power.

Baby Come Home, Bergfest. Mit diesem Song ist die erste Hälfte des Albums durchgehört, aber meine Ohren sind noch nicht ermüdet, der Song hat meiner Ansicht nach zwar nichts besonders, aber den Text der einzelnen Verse ist echt gut. Hier wird an einer Stelle auch nochmal The Sea Of Memories erwähnt, welches zwar der Name des Albums ist, aber keinen eigenen Song an sich hat.
Etwas ruhiger geht es mit Red Light weiter, zwar keine Ballade, aber auch kein fetziger Rocksong. Irgendwas dazwischen.

Nun einer meiner Lieblingssongs der 12 Tracks von The Sea Of Memories: She’s A Stallion. Das Intro ist ähnlich wie der des ersten Tracks, sehr atmosphärisch und wird dann von einer eingängigen Bassline zu dem Einsatz der Vocals getragen. Warum ich den Song so mag? Wie schon erwähnt, ich steh auf atmosphärische Intros und das Schlagzeug trägt auch einen großen Teil dazu bei. Es gibt zwar keine richtige Bridge, aber der Einsatz der Drums ist echt gelungen.

Zu I Believe In You gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, sehr solider Track mit einem kurzen aber feinem Gitarrensolo am Schluss.
Wir neigen uns dem Ende zu. Stand Up ist ein Männersong mit einer durchgängigen von Delay begleiteten Gitarrenmelodie im Verse. Der Refrain klingt gut und der Song entwickelt sich Step by Step zum Schluss hin mit verschiedenen Backgroundvocal-Einlagen.

The Heart Of The Matter ist der vorletzte Song von The Sea Of Memories und ein weiterer meiner Favoriten des Albums. Eröffnet durch das Schlagzeug, nach Einsatz der Gitarre eine wirklich gute Bassline bis Gavin dann mit den Vocals durchstartet. Ein rockiger Chorus mit einer tollen Gitarrenspur im Hintergrund. Der totale Kontrast zum Finale der Platte. Be Still My Love ist eine weitere Ballade. Traurig, aber dennoch schön. Ich hätte mir zum Schluss zwar noch etwas lautes à la Hurricane gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben ;)

Fazit:

Zehn Jahre liegen zwischen The Sea Of Memories und Golden State. Die neue Scheibe überzeugt mit guten Texten, melodischen Gitarren und dem überaus guten Einsatz von Gavin Rossdale’s Stimme. Ich kann mir sehr gut vorstellen einige der Songs nächstes Jahr auf dem ein oder anderen Festival zu hören. Das Album bekommt meine absolute Kaufempfehlung, man kann es für sich im Hintergrund laufen lassen, auf einer Party anschmeißen oder man legt sich aufs Sofa und lässt die neuen Tracks auf sich wirken.

 

 

 

Edit: Hier nochmal ein bisher unveröffentlichtes Video welches die Band auf einem Dach in Los Angeles zeigt während sie The Sound Of Winter spielen.