„Bei Aldi brennt noch Licht“ – Einst haben Kettcar es geschafft sich abzusetzen. Von einer von Einheitsbreigerichten dominierten Musikszene, ja sogar von der ebenso homogenen Indieszene, und sind dabei immer ihrer Linie treu geblieben, ohne dass sie immer gleich klingen. Das schafft Authenzität. Ich bin mit ihrer Musik ein Stückweit erwachsen geworden, denn ihre Musik ist aus dem Leben gegriffen, jedoch um ein Ganzes intelligenter, bedachter, weiser etc. Das gilt für ihre drei bisher veröffentlichten Tonträger, die für mich immer der Streifen Sonnenlicht auf dem Küchentisch an einem Sonntagmorgen im Januar waren, oder die gewünschte Begleitung in Pups und Kneipen, die Eiswürfel von Weisheiten in den Drink klingen lassen.

Kettcars neues Album „Zwischen den Runden“, das am 10.02.2012 erscheint, soll hingegen noch erwachsener sein, wenn man der Review auf der Grand Hotel van Cleef-Seite Glauben schenken darf. Es soll einen umwerfen, damit einem dann die Hand gereicht werden kann, es werden musikalisch neue Töne angeschlagen, man bleibt aber in seiner Hood wohnen, an die man auch gleichzeitig austeilt.

Ich freue mich auf diese Platte wie ein Honigkuchenpferd, so kommt sie einen Tag nach meinem Geburtstag in die Läden, während ich nach der ersten geschafften Klausur für die nächste lerne.
Wenn ich nach der Platte und der oben verlinkten, sauber verfassten Review überhaupt noch das Selbstvertrauen aufbringen kann, wird selbstverständlich reviewt – aber wie gewohnt eher auf einer gesamtkunstwerklichen Ebene.