The Lazys - Tropical Hazwards PR Foto
Ich dachte die Zeiten, in denen mich ein Rockalbum begeistern kann, wären schon lange vorbei. The Lazys haben mit ihrem zweiten Album „Tropical Hazards“ gezeigt, dass dies eine eindeutige Fehleinschätzung war.

Der Opener „Nothing But Trouble“ gibt gleich die Richtung vor. Der Chorus prescht nach vorne und Sänger Leon Harrison schreit aus voller Überzeugung heraus, dass Ähnlichkeiten mit Danko Jones bei diesem Riff-Feuerwerk zwangsläufig assoziiert werden. Bei „Half Mast Blues“ fühle ich mich an Billy Talent erinnert, was nach einer gründlichen Recherche kein Zufall ist. Niemand geringeres als Gitarrist Ian D’Sa war unter anderem für die Produktion zuständig und unterstützt The Lazys seit eh und je. Dies liegt auch daran, dass die Australier inzwischen in Kanada beheimatet sind und ihre Karriere dort schnell an Fahrt aufgenommen hat.

Zwar bin ich nie Fan von eben diesen Billy Talent geworden, allerdings ist unbestritten, dass sie einen mehr als fähigen Gitarristen in ihren Reihen haben. So schaffen auch The Lazys nicht nur Riff an Riff zu reihen. Vielmehr schaffen sie ein wunderbares Rockalbum, dass dennoch Vielseitigkeit beweist. Neben den schnellen und wilden Nummern wie „Picture Thieves“ oder „Can’t Kill The Truth“ beweist die Truppe aber auch andere Qualitäten. Mit „Young Modern Lightning“ kommt sogar ein Hauch von Oasis zum Vorschein, ohne dabei unpassend zu wirken. Daneben fällt auch „Somebody’s Daughter“ aus der Reihe, was dem Album nochmal die nötige Verschnaufpause gibt.

The Lazys begeistern mit ihrem zweiten Album und haben meine Lust auf Rock wieder enorm gesteigert. Dass dies auch auf Albumlänge möglich ist, haben die Wahlkanadier mit „Tropical Hazards“ wunderbar bewiesen. Die neue Scheibe steigert die Vorfreude auf die kommende Tour im Sommer, dann werden The Lazys die deutschen Bühnen rocken. Als Support auf den kommenden Gigs ist die schottische Band The Lockhearts mit am Start!

The Lazys Deutschland Tour 2018 (gemeinsam mit The Lockhearts)

  • 29.05 – Stuttgart, Goldmarks
  • 30.05 – München, Strom
  • 31.05 – Berlin, Cassiopeia
  • 01.06 – Hamburg, Molotow
  • 02.06 – Köln, MTC
  • 03.06 – Frankfurt, Nachtleben