Rockstah Cobblepot Presse

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„Nachname Cobblepot, wütendes Komplexkind“ – manch einer kennt diese Zeilen noch aus „Superheldenanzug“ vom letzten Rockstah Album „Pubertät“. Nahtlos also setzt das neue Album „Cobblepot“ an, auf das Fans über vier Jahre gewartet haben. Lasst uns im DeLorean Platz nehmen, wir drehen ne Runde.

Wer mit der Arbeit von Rockstah vertraut ist, wurde in den letzten Jahren mit unzähligen Stunden Podcastmaterial versorgt. Selten verging eine Woche, in der es keine neue Episode von Radio Nukular, Rumblepack, Im Autokino und den sämtlichen hinter einer Paywall platzierten Sonderformaten wie die Intime Stunde oder Autokennzeichen XY gab. Wer sich also bei der Musik von Rockstah verstanden und gut aufgehoben fühlt, der sollte auch vor den Podcasts keinen Halt machen. Aber jetzt wieder vorspulen, es ist 2018.

Dass ein neues Album in den Startlöchern steht, bahnte sich das ganze Jahr über schon an. Auf Instagram und in der Facebookgruppe „Im Autokino“ streute Rockstah ob gewollt oder ungewollt immer wieder kleine Hints, die er quasi im selben Atemzug oft wieder negierte.

„Die letzten Jahre habe ich so oft meine Meinung zum Thema „nochmal ein Album machen“ gewechselt, dass ich selber nicht mehr weiss, was davon eigentlich ernst gemeint oder ausgedacht war.”

Nun hat das Warten allerdings ein Ende und es gibt für alle die Bestätigung: Rockstah hat ein neues Album und es heißt „Cobblepot“. Namensgeber ist die Comicfigur Oswald Cobblepot, besser bekannt als Pinguin und Gegenspieler von DC-Held Batman. Cobblepot ist ein verschrobener Charakter mit Hang zum Zynismus, ein wütendes Komplexkind, welches in Filmadaptionen unter anderem von Danny DeVito (Batman Returns) oder Robin Lord Taylor (Gotham) verkörpert wurde. Jetzt ist Rockstah am Drücker und widmet dieser Gestalt obendrein die erste Singleauskopplung mit „Der Pinguin“.

Es folgen weitere Singles und schnell wird klar; die Pubertät ist vorbei. Wie auch als Pionier in der Podcast-Szene setzt Rockstah in der Musik auf ein Feld, das von sonst niemandem mit nur Ansatzweise so viel Hingabe bedient wird. Für die Produktion zeigt sich Philipp Koch verantwortlich, seinerzeit Gitarrist bei der Indie-Rockband Heisskalt. Er ist ein alter Wegbegleiter von Max Nachtsheim und als die Wege der beiden sich letztes Jahr unter den richtigen Umständen kreuzten, wurden die ersten neuen Beats und damit eine neue Muse, eine neue Motivation für ein neues Album gefunden.

„Die Regel beim Machen war relativ simpel: Mach alles, was aktuell in der deutschen Musikszene passiert, bitte nicht.”

Im späteren Prozess holte man sich dann schließlich Max Richard Leßmann ins Boot, der als langjähriger Freund von Rockstah und als von der Musikszene geschätzter Dichter und Songschreiber bei der Entstehung von Cobblepot tatkräftig zur Seite stand. Gemeinsam mit Lilli Fichtner („Highscore“) bildet Max Richard Leßmann übrigens die einzigen Featurings auf dem Album und ist im narrativen Opener „2049“ so wie in „Snow Ball ’84“ als zweite Stimme vertreten.

Rockstah - Highscore

Never Stop Synthie Pop: Rockstah mit neuer Single „Highscore feat. Lilli Fichtner“

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Vom Nakatomi Plaza über die Gremlins bis hin zu Stranger Things, überall finden sich Anlehnungen und Anekdoten an die 80er Jahre, an Kultfilme und Videospiele. Alles Themen, mit denen man Rockstah schon seit Anbeginn assoziiert. Und wie zu erwarten war, bleibt er seiner Persönlichkeit treu und macht einfach das, worauf er Bock hat und gibt vielen Hörern und Fans eine Stimme, die sie sonst nirgendswo kriegen.

Wenn man Cobblepot einem Genre zuschreiben müsste, trifft man es mit verträumtem düsteren Pop wohl am besten. Ausnahmen bilden da ganz klar „Highscore“ und „Rote Fässer“, die beide auf unterschiedlichste Art und Weise nach vorne gehen. „Highscore“ zeigt uns den neuen Rockstah, der natürlich immer noch retro ist und irgendwo an Falco erinnert. Und „Rote Fässer“ ist zwar vom Klangbild von Cobblepot geprägt, könnte aber in seiner Art ebenso gut auf „Nerdrevolution“ oder „Pubertät“ stattfinden.

Zu den Überraschungen und Highlights von Cobblepot dürfen die Liebesgeschichten in „Love, Sex & Videogames“ und „Undertale (Interloot)“ nicht unerwähnt bleiben. Vor allem letzterer Track geht einem mit jedem Hören immer mehr ins Herz und hat mittlerweile dafür gesorgt, dass ich mir Undertale für die Switch auf den Wunschzettel geschrieben habe. Mit „Alle meine Gang“ bekommt schließlich die Nerdy Terdy Gang & Co. ihren eigenen Soundtrack und von seiner persönlichsten Seite zeigt sich Rockstah dann in „VHS“.

Meine persönlich größte Liebeserklärung geht schließlich an „Snowball ’84“. Ich meine, Rockstah trifft auf Max Richard Leßmann trifft auf Stranger Things. Was will man mehr? Holt euch Cobblepot. Kommt zur Tour im November. Danke fürs einschalten.

Rockstah im November auf Tour

  • 07.11.2018 Hannover, Béi Chéz Heinz
  • 08.11.2018 Hamburg, Knust (Hochverlegt)
  • 09.11.2018 Bremen, Lila Eule
  • 10.11.2018 Berlin, Musik & Frieden
  • 11.11.2018 Leipzig, Naumanns
  • 13.11.2018 München, Hansa 39
  • 14.11.2018 Stuttgart, Clubcann
  • 15.11.2018 Frankfurt, Zoom
  • 16.11.2018 Köln, Yuca (Ausverkauft)
  • 17.11.2018 Köln, Club Volta (Zusatzshow)