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Anmutige Handyfotos: Torge Santjer, noisiv.de

Als im Jahr 2013 die „Elliot-EP“ erschien wusste ich sofort, dass ich diesen Künstler unbedingt live sehen möchte. Am Dienstag bot sich nun die Gelegenheit, einen der spannendsten Newcomer in Deutschland in Hamburg live zu sehen. Meine Erwartungen sollten nach dem starken Debütalbum „Roosevelt“ nochmal übertroffen werden!

Den Abend eröffnete der Elektrokünstler Roger Sellers aka Bayonne aus den Staaten. Dieser schaffte es mit seinem Song „Appeals“ auf den Soundtrack der legendären Fußballreihe von FIFA 17. Bayonne baut seine Songs Stück für Stück auf und spielte so neben Bassloops auch Drumparts um seinen Gesang damit zu untermalen. So bildete Bayonne einen interessanten Support, der an Kreativität nichts ausließ. Ich würde mir Bayonne für das nächste Mal mit einer Liveband wünschen, damit seine Vocals, die ein großes Gesangstalent andeutete, mehr in den Fokus rücken kann.

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Nach einer kleinen Umbaupause gingen die Lichter aus und das „Intro“ aus dem Debütalbum erfüllten den Raum. Marius Lauber, Künstlername Roosevelt, betrat die Bühne gemeinsam mit seiner Liveband bestehend aus je einem Bassisten und Schlagzeuger. Es folgte „Wait Up“ und mir wurde bewusst, dieser Abend könnte ein großer werden! Die Setlist war durchmischt mit Songs von „Roosevelt“ sowie der grandiosen „Elliot-EP“, von der lediglich „Around You“ fehlen sollte. So bildeten insbesondere die hitverdächtigen „Colours“ und „Fever“ die Highlights, die vom Publikum frenetisch gefeiert wurden. Mein persönliches Highlight bildete mit „Montreal“ ein Song der ersten Stunde, mit welchem ich nicht gerechnet hatte und der mich überhaupt erst an Roosevelts fantastische Musik fesselte.

Mit „Night Moves“ wurde ein perfekter Abschluss für ein denkwürdiges Konzert gegeben. Selten habe ich bei einem Konzert so ausgelassen getanzt wie an diesem Abend! Dazu trug auch der brilliante Sound im Uebel und Gefährlich bei. Dennoch verschlug es die drei Protagonisten nochmal auf die Bühne, um von Womack & Womack „Teardrops“ zu covern. Die Crowd dankte es den Musikern, applaudierte und feierte die Band in ihren Feierabend! Nach einem solchen Konzertabend und einem mehr als gelungenen Debüt frage ich mich, wann Roosevelt die großen Hallen dieses Landes bespielen wird.

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