Foto: Jens Dige/Rockphoto

In Deutschland meckert man bekanntlich gerne über den hauseigenen Festivalmarkt: Rockbands seien nicht mehr gefragt, das Wetter zu schlecht und der Campingplatz zu Ballermann. Kaum verwunderlich also, dass das ausgezeichnete Festivalangebot unserer Nachbarländer immer häufiger ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Ein Blick nach Dänemark genügt, um die Ausmaße zu erahnen: Das Roskilde Festival fährt zu diesem Sommer ein gewaltiges Programm auf.

Mit unter Anderem Eminem, Gorillaz, Cardi B, Bruno Mars, Nine Inch Nails, St. Vincent, Nick Cave & The Bad Seeds, Massive Attack, Charlotte Gainsbourg, Interpol, Joey Bada$$ und vielen, vielen mehr, lassen sich 2018 so einige Schwergewichte blicken, die sich auf deutschem Boden in letzter Zeit ganz schön rar gemacht haben. Insgesamt werden sich 175 Acts aus 35 Ländern auf den acht Bühnen zwischen dem 30. Juni und 7. Juli durch allerlei Genres spielen, über 100.000 Festivalbesucher werden erwartet.

Arcade Fire Live auf der Roskilde Orange Stage. (Foto: Flemming Bo Jensen)

Ein Katzensprung von Kopenhagen

Eine vollständige Liste des Lineups liefert Euch die offizielle Website, sie an dieser Stelle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Nur soviel: Mit den Young Fathers, Touché Amoré, The Hunna, Vince Staples, Danny Brown oder Mike Skinner von The Streets, werden sich auch viele Lieblinge unserer RedakteurInnen auf der dänischen Ostseeinsel Sjælland blicken lassen, in welcher sich die Stadt Roskilde befindet und seit 1971 das Festival austrägt. Kleiner Tipp für Urlauber: Roskilde liegt nur etwa 35km von der Hauptstadt Kopenhagen entfernt.

Unkommerziell seit 1971

Im Gegensatz zu hiesigen Big Playern wie dem „Rock am Ring“, ist das Roskilde ein 100% Non-Profit-Festival. Erwirtschaftete Profite werden von der Roskilde Festival Charity Society an kulturelle und humanitäre Einrichtungen gespendet. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass auch in diesem Jahr wieder ein breites Kunstprogramm aufgefahren wird, welches sich vom musikalischen Programm abhebt. Es werden u.a. die ehemalige Whistleblowerin Chelsea Manning erwartet, sowie die Umweltaktivistin Tuina Nikienta Olivier aus Burkina Faso, um sich mit dem Publikum über die gegenwärtigen Zustände in der Welt zu unterhalten.

Foto: Benjamin Legarth

Festivals im Ausland – Euer Ding?

Um ein Wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: In unserem Team wurde schon mehrfach über den Besuch eines Auslandfestivals diskutiert. Roskilde, Sziget oder z.B. Rock Werchter: Die Auswahl ist da – und sie wird von Jahr zu Jahr attraktiver. Ihr wisst ja: Wir freuen uns immer wieder von Euren Festivalerfahrungen im Ausland zu hören. Wen von Euch wird man auf dem Roskilde begegnen? Oder zieht es Euch möglicherweise ganz wo anders hin? Lasst‘ es uns wissen – und in Dänemark auf fast 50 Jahre Roskilde anstoßen.

Tickets für das Roskilde Festival sind auf der offiziellen Website erhältlich.

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