The Head and the Heart

Fotocredit: Claire Marie Vogel

Für ihr fünftes Album ließen sich die Silversun Pickups vier Jahre Zeit. Das Quartett war diesmal gemeinsam mit Produzent Butch Vig im Studio, der sich in den 90ern bereits durch die Zusammenarbeit mit Bands wie Nirvana oder den Smashing Pumpkins einen Namen machte. Ihr neues Werk tauften die Indie-Rocker „Widow’s Weeds“.

Der Opener „Neon Wound“ bietet einen klanglich typischen Sound der Silversun Pickups und überzeugt mit seinem sich langsam steigerenden Tempo und Synth-Rock. Die Silversun Pickups waren jeher für ihren dichten Klangteppich bekannt und auch auf „Widow’s Weed“ ist dies nicht anders. Die schnelle aber zunächst leise Nummer „It Doesn’t Matter Why“ baut sich allmählich auf und wird untermalt von Streichern, die dem Song ihren Stempel aufdrücken. Natürlich ist auch weiterhin Verlass auf Brian Auberts authentische und leidenschaftliche Stimme, während Bassistin Nikki Monninger den Frontmann stimmlich das ein oder andere Mal ergänzt wie in „Freakazoid“.

Das druckvolle „Straw Man“ wird von Streichern begleitet und bildet ein weiteres Highlight. Auch beim gleichnamigen Track „Widow’s Weeds“ funktioniert diese Mischung während die Strophen eher einer ruhigen Pop-Nummer gleichen. Die Kanadier schlagen auf ihrem fünften Studioalbum insgesamt leisere Töne an. Das Album hat seine Stärken, wenn Streicher die Gitarrenparts wie bei „Simpatico“ unterstützen. Zum Ende wird es mit „We Are Chameleons“ nochmal laut und kurz denke ich, dass zwei weitere Songs dieser Art dem Album gut getan hätten. Während die Silversun Pickups derzeit in den Staaten auf Tour sind, müssen Fans in Europa noch auf Tourdaten warten. Nach 2016 wird es allmählich Zeit, dass Brian Aulbert und co wieder nach Deutschland kommen.