Fotos: Sean Bretschneider, noisiv.de

Die Vorzeichen waren perfekt: Ein warmer Freitagabend und drei Bands standen auf der Agenda. Die Alternative-Rocker Black Map brachten gleich zwei Supportacts mit nach Deutschland und gastierten diesmal im Headcrash auf dem Hamburger Berg.

Den Startschuss gaben Randolph’s Grin aus England. Leider deutete sich bereits am Anfang an, dass es technische Probleme gibt. So konnte das Trio am Ende nur einen Song spielen, der von Frontfrau Adelheid Winkler leidenschaftlich performt wurde und einen Eindruck dessen gab, was Zuhörer auf dem neuen Album „Intent“ erwarten dürfen. Ohne Gitarre und Bass peitschen die Elektrobeats samt Drums die Stimme von Winkler nach vorne, allerdings führte das Fehlen der Instrumente auch dazu, dass eine alternative Performance nicht möglich war. Schade, dass es bei diesem einen Song blieb.

Allmählich füllte sich das Headcrash, als Black Orchid Empire aus London die Bühne betraten. Ebenfalls als Trio auf der Bühne, hatten die Musiker mehr Glück und konnten das Publikum auf Anhieb für sich gewinnen. So spielten die Briten einen Song nach dem anderen und gaben einen passenden Support für den Hauptact des Abends.


Black Map starteten mit „Let Me Out“ die Setlist des Abends. Es folgte eine bunte Mischung aus Songs des ersten Albums „…And We Explode “ sowie dessen Nachfolger „In Droves“. Bereits früh wurde mit „Code“ einer meiner Favoriten präsentiert, der jedes Mal aufs neue Gänsehaut auslöst. Ein weiteres Highlight bildete „No Color“, dass bei den ersten Tönen von Gitarrist Mark Engles frenetisches Jubeln im Publikum auslöste.

Die Band um Sänger Ben Flanagan überzeugt in ihrer ganzen Präsenz, spielt musikalisch einwandfrei und schwitzt sich den letzten Rest Flüssigkeit aus dem Körper. Jeder Song sitzt, egal ob laut wie bei „I’m Just the Driver“ oder ruhiger wie „White Fence“. Unter dem Applaus der Zuschauer kommen Black Map abermals auf die Bühne und spielen „Ruin“ sowie „Run Rabbit Run“ als krönenden Abschluss. Zuvor verspricht der sichtlich durchgeschwitzte Flanagan den Fans, dass sie wieder nach Europa kommen werden.

Nach dem Konzert nehmen sich die Herren noch geduldig Zeit für die Zuschauer am Merch-Stand, unterhalten sich, machen Fotos und geben Autogramme. In heutiger Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr, was Black Map nochmal einen Tick sympathischer macht.