Fotos: Lisa Ostheimer / noisiv.de

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Das erste Album ist immer etwas ganz Besonderes. Es weist einer Band den Weg und steht symbolisch für den Blick in die Zukunft. Zu beobachten, wie das Publikum auf die brandneuen Songs reagiert, ist aufregend und sicherlich auch ein Stück weit emotional. In dieser Situation befanden sich zwei ganz wunderbare Bands am Mittwoch, dem 27.04.2016, im Uebel und Gefährlich; Hein Cooper und Sunset Sons. Eins lässt sich ohne Zweifel vorweg sagen: Eine bessere Resonanz seitens des Publikums hätten Sie nicht haben können!

Hein Cooper eröffnet den Abend

Den Abend eröffnen durfte der australische Singer-Songwriter Hein Cooper, dessen Debütalbum „The Art of Escape“ im April erschienen ist. Bereits bei seinem ersten Song „Curse My Life“, welcher eher ruhig war und ausschließlich auf Akustikgitarre gespielt wurde, hatte ich Gänsehaut. Besonders begeistert war ich von der Emotionaliät in seiner Stimmme. Ein bisschen schneller und melodischer wurde es während des Songs „Dopamine“. Das Publikum kam langsam aber sicher ein wenig in Bewegung, spätestens jetzt hatte Hein Cooper meine Sympathie auf seiner Seite.

Hein Cooper

Besonders gepunktet hat der Australier mit seinem Song „All My Desires“, in welchem er ehrlich und direkt all seine Wünsche und Verlangen offenlegte. Mein persönlicher Lieblingssong „Rusty“, welcher mir in den letzten Wochen schon den einen oder anderen Ohrwurm bereitet hatte, war live um einiges besser als auf der Platte. Zum Ende spielte Hein Cooper einen ruhigen Song namens „The Art of Escape“. Ein wirklich schöner Abschluss seines kleinen Sets aus acht Songs. So einen guten Support Act sieht man selten!

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Sunset Sons mit vollem Körpereinsatz

Nach einer kurzen Umbaupause ging es rund mit Sunset Sons. Die britisch-australische Band veröffentlichte ebenfalls im April diesen Jahres ihr Debütalbum „Very Rarely Say Die“. Besonders gespannt war ich darauf, ob die Stimme des Sängers Rory Williams genauso markant und außergewöhnlich, wie auf der Platte klingen, würde. Direkt beim ersten Song „Know My Name“ hatten sich meine Bedenken jedoch in Sand aufgelöst; meiner Meinung nach klang seine Stimme noch um einiges besser! Selten habe ich ein so enthusiuatisches und glückliches Publikum erlebt, wie an diesem Abend.

Sunset Sons

Bei „She Wants“ sang das Publikum lautstark mit. Es wurde getanzt und gesprungen, bei Songs wie „Blondie“ und „Come Easy“ übertrug sich die Energie der Band auf der Bühne auf das gesamte Publikum! Ich muss sogar zugeben, dass ich bei „Somewhere Maybe“ und „I Can’t Wait“ das ein oder andere Tränchen vergossen habe. Nach zwölf regulären Songs spielte die Band drei Zugaben. Rory Williams trug währenddessen sogar ein Trickot des FC St. Pauli – sehr sympathisch! Den letzten Song „On the Road“ sang er unten im Publikum, was ich zuvor noch nie im Uebel und Gefährlich erlebt habe. Hut ab, das nenne ich mal vollen Körpereinsatz!

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Ein Konzert, das im Gedächtnis bleibt!

Alles in Allem muss ich zugeben, dass ich seit Langem kein so gutes Konzert mehr erlebt habe. Sicherlich hat das sehr treue Publikum dazu beigetragen, dass eine wirklich großartige Stimmung herrschte! Dennoch hat mich letzten Endes die Energie beider Acts sehr beeindruckt. Man hat gemerkt, dass die Songs sowohl von Hein Cooper, als auch von Sunset Sons direkt aus dem Herzen kommen und das ist mir persönlich immer am Wichtigsten. Mit heiserer Stimme und durchgeschwitzen Klamotten ging es dann nach Hause. Und jeder weiß: Dann war es ein richtig gutes Konzert!