SeafretTräumt ihr nicht auch manchmal von einem Leben als Superheld? Ich war zwar noch nie so der typische Comicbuchleser und kenne den nerdigen Comicbuchverkäufer auch nur aus der gelben Welt der Simpsons, habe aber immer schon eine Faszination für die überstarken Helden empfunden. Auch wenn Hollywood nun dazu beitragen möchte weibliche Superhelden zum „Next Big Thing“ zu machen: die Welt der Superhelden bleibt eine mehrheitlich männliche Domäne – und das obwohl knapp die Hälfte der Leserschaft weiblich ist. Das gilt zumindest für die Vereinigten Staaten.

Viele Journalisten haben bereits versucht dem Ursprung auf den Grund zu gehen, schließlich wird die Überzahl aller Comics weiterhin für männliche Leser verfasst. Die Newcomer der Indie-Folker um Seafret aus dem norden Englands hingegen, casten stattdessen „Game of Thrones“ Darstellerin Maisie Williams und lassen die 17-jährige Britin einfach für ein Maß an gleichgewicht sorgen. Läuft doch.

Der Clip zu Oceans aus der gleichnamigen EP des Duos um Jack Sedman (Vocals) und Harry Draper (Gitarre), bringt die junge Schauspielerin mit einem selbstgebastelten Superheldenkostüm zusammen. Schön gekleidet mit gestrickten Blitzen und ein paar Talern in der Tasche, macht sich diese auf den Weg sich am Kiosk nebenan was schönes zu gönnen und ein paar Runden um den Park zu drehen – jedenfalls, bis ein paar fiese Freunde auftauchen. Weiter wird an der Stelle nicht erzählt, den Clip von Regisseur Johnathan Entwistle solltet ihr lieber selbst zuende anschauen. Soviel sei gesagt: er weiß zu überraschen.

Bereits anfang Dezember letzten Jahres haben die großen Boys aus der englischen Kleinstadt Bridlington mit Give Me Something ihre Debüt-EP über Sony Music veröffentlicht. Auch schon stellte der gleichnamige Track die Grundlage für das Musikvideo und der ersten Singleauskopplung dar. Ein wunderschön atmosphärischer Clip, umbettet von melancholischen Bildern und Klängen. Auf den Regiestühlen von Give Me Something fandt sich mit Brendan Canty und Conal Thomson von Feel Good Lost ebenfalls ein Duo in das Schaffen der visuellen Umsetzung des Stückes ein.

Die aktuelle Oceans EP scheint die richtige Platte zur unbekömmlichen Jahreszeit zu sein. Zusätzlich befindet sich auf dieser eine Coverversion von Angel of Small Death and the Codeine Scene – das Hozier-Cover wurde eigenes für BBC Radio 1 aufgenommen. Des weiteren werdet ihr zwei neue Songs auf Oceans vorfinden, wie auch eine Akustikfassung vom gleichnamigen Stück, welche in den Osea Island Studios entstanden ist.

Zurzeit touren die beiden Jungs mit Seafret quer durch das Vereinigte Königreich, nachdem sie sich als Support von Hozier im Januar bereits unter Beweis stellen konnten. Deutsche Termine sind abzusehen, aber auch eine eventuelle Festivalbuchung wird sicher nicht mehr weit sein. Bald wird die Band uns über Facebook jedoch hoffentlich mit neuen Infos versorgen.

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Das Duo zwitschert auch: Fehlt nicht mehr viel und die 2.500er Followergrenze wär geknackt. Gebt alles!
Seafret knipst! Auf Instagram halten Euch die Beiden über den Tour- und Studioalltag auf dem Laufenden.

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