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Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Im Oktober veröffentlichten Silverstein erst ihre aktuelle Single „Ghost“ mitsamt Musikvideo, nun waren sie just gerade auf Rise-Up-Tour mit ihren Label-Kollegen Like Moths To Flames, The Devil Wears Prada und Memphis May Fire. Die Konzertabende waren also prall gefüllt – unter anderem auch in der Hamburger Markthalle.

Drei Mal Metalcore zum Warmwerden

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Memphis May Fire

Aufgrund dessen, dass es sich hierbei um eine Label-Tour handelte, gab es keine feste Running-Order – mit Ausnahme dessen, dass Silverstein den jeweiligen Abend abschließen. Ansonsten wurde bunt gemischt. In Hamburg sah das dann letztlich so aus, dass Like Moth To Flames den Abend einläuteten, anschließend folgten The Devil Wears Prada.

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The Devil Wears Prada

Vorneweg: Ja, ich bin nicht der größte Metalcore-Fetischist. Ja, ich konnte beiden Bands nicht wirklich etwas abgewinnen. Zu austauschbar und zu standardisiert hörte sich das alles an – irgendwie eben wie das, was man sich als Nicht-Kenner vorstellt, wenn man an Metalcore denkt. Ein Kompliment ist das wahrlich nicht. Trotzdem: Die Crowd in der stetig voller werdenden Markthalle hatte ein anderes Empfinden und ging bereits früh in die vollen – inklusive Violent Dancing und Co. Immerhin die wurden offensichtlich prächtig unterhalten. Jedem das seine und ob ich nun unterhalten werde, ist ja letztlich eher Nebensache.

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Like Moth To Flames

Memphis May Fire wussten mich da schon eher zu überzeugen. Da kam deutlich mehr Energie und Leidenschaft rüber. Auch musikalisch endlich mal etwas abseits der platten Metalcore-Straßen, wenn Songs, wie „Carry On“, „Prove Me Right“ oder „Vices“ gespielt werden. Endlich eine Band, die ein kleines Ausrufezeichen hinterlässt. Die Crowd? Immer noch am Abgehen! Wie Schmitz Katze! Durchhaltevermögen haben die Zuschauer ja, nicht schlecht.

Silverstein reißen die Markthalle mit

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Nach drei Metalcore-Bands ging es dann eine durchaus andere Richtung: Silverstein stehen irgendwo zwischen Post-Hardcore und Emo. Lässt man sich das auf der Zunge zergehen, hinterlässt das durchaus die eine oder andere zuckende Augenbraue – aber auch das sind eben Label-Tourneen.

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Wie dem auch sei. Silverstein kommen also auf die Bühne, legen mit „Your Sword Versus My Dagger“ los und die Menge ist am Toben. Das wiederum treibt die Band an, die sich gut ins Zeug legt und im Verlaufe des Sets eine bunte Mischung aus der bisherigen Diskographie zelebriert. Auch die eingangs erwähnte neue Single „Ghost“ wurde im mittleren Verlauf gespielt.

Ob es die nicht vorhandenen Metalcore-Einlagen sind? Oder einfach nur, dass die Band verdammt cool und mit Freude an der Sache gespielt hat? Was auch immer zutreffen mag – mich haben Silverstein ziemlich gut mitgenommen. Die Zugabe füllten sie noch mit „Toronto (Unabridged)“ sowie natürlich „My Heroine“ als abschließenden Höhepunkt. Tosender Applaus erfüllt die Markthalle. Die Fans: Richtig gut gelaunt. Ich: Richtig gut gelaunt. Silverstein: Eine ziemlich coole Live-Band!

Fotogalerie: Alle Fotos vom Konzertabend

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