Silversun Pickups 01

Allmählich kommt der Frühling und somit schmelzen die letzten Anzeichen des Winters. Die Silversun Pickups bewiesen gestern im Knust, dass Festival-Gefühle wie im Sommer auch schon im Februar entstehen können. Zudem hatten die Amerikaner eine nette Idee, indem jeder Gast als kleines Geschenk einen Gutschein für das neue Album „Better Nature“ am Eingang erhalten hat.

Jordan Klassen überzeugt als Support

Jordan Klassen

Als Support trat der Kanadier Jordan Klassen auf. Er spielte seine ruhigeren Akustik-Songs vor und sang in unterschiedlichen hohen Tönen, ohne das einer daneben ging. Auch spielte er zwei Songs auf der Ukulele und sorgte mit seiner Musik für einen sehr ruhigen Einstieg, ehe es mit der Hauptband später wesentlich lauter zugehen sollte.

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Neue Songs begeistern auch live

Bevor die Silversun Pickups auf die Bühne kamen, wurde der Schlussteil des danach gespielten Openers „Cradle (Better Nature)“ eingespielt, was für einige Lacher im Publikum sorgte, schließlich dauerte es eine Weile, bis die Band tatsächlich auf die Bühne kam. Die Melodie brannte sich zumindest in die Köpfe des anwesenden Publikums. Was die Band aus Los Angeles in den nächsten eineinhalb Stunden veranstaltete, war ein großer Konzertabend! So spielte das Quartett einige Songs aus dem neuen Album, wie „Friendly Fires“, „Nightlight“ oder „Raggamuffin“.

Sympathisch und authentisch

Silversun Pickups 02

Die Stimme von Sänger Brian Aubert war durchgehend ein Brett und live ebenso fantastisch, wie auf Platte. Genauso verhält es sich mit seinem Können an der Gitarre, wobei jedes Bandmitglied sein Instrument zu beherrschen wusste. Zudem konnte Aubert als Frontmann überzeugen und interagierte oftmals mit dem Publikum, indem er fast durchgehend in die Crowd grinste, auf bestimmte Leute in der Menge zeigte oder einfach während eines ruhigen Parts inmitten eines Songs eine Zuschauerin in der ersten Reihe ernsthaft fragt: „How are you doing?“, das Ganze natürlich untermalt mit seinem charmanten Lächeln. Insgesamt macht die Band einen grundsympathischen Eindruck und wirkt durchgehend authentisch, die Freude war keineswegs aufgesetzt und die Band bedanke sich mehrmals beim Publikum und versicherte ihnen eine baldige Wiederkehr nach Hamburg.

Die Hits bringen das Knust zum Kochen

Natürlich dürfen bei den Konzerten der Silversun Pickups ihre bekanntesten Hits nicht in der Setlist fehlen. So spielten sie sowohl „Panic Switch“ als auch „Lazy Eye“. Bei beiden Hits wurde das Knust zum Beben gebracht. Allerdings konnte auch Bassistin Nikki Monniger als Sängerin überzeugen, beispielsweise im Duett mit Brian Aubert bei dem brillanten Song „Circadian Rhythm (Last Dance)“. Dabei wirkte Monniger tatsächlich, wie durch Aubert angekündigt, nervös und keineswegs routiniert, was man durch die lange Bandgeschichte (die Gruppe gründete sich 2004) hätte erwarten können. Aber genau das machte die Band am Ende dieses Abends so besonders. Hoffentlich behält sie ihr Wort und kommt schnellstmöglich zurück nach Hamburg, gerne wieder ins wunderbare Knust.

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