Ruston Kelly - Dying Star

Foto: Presse / Oktober Promotion

Wenn ich lese, dass ein neuer Künstler sowohl Grunge- als auch Americana-Fans zugleich begeistert und der Name Kurt Cobain mit im Spiel ist, dann werde ich hellhörig. So geschehen bei Ruston Kelly, der nun mit seinem Debüt „Dying Star“ das Rampenlicht betritt.

Mit Spannung starte ich also in das Abenteuer Ruston Kelly. Schnell wird klar, dass Grunge à la Nirvana oder Soundgarden nicht auf dem Programm stehen. Vielmehr ist Ruston Kelly ein erstklassiger Singer-Songwriter, der mit seiner leicht rauchigen Stimme seine Stories untermalt von Elementen aus Country, Folk aber auch Rock erzählt.

Dabei ist „Dying Star“ ein sehr zugängliches Album, das bereits am Anfang mit „Cover My Tracks“ und „Mockingbird“ zwei schöne Hits bietet. Was Ruston Kelly von anderen Singer-Songwritern unterscheidet, die gefühlt jede Woche irgendwo entdeckt werden, sind neben seiner Qualität als Songschreiber auch kleine Stilelemente wie der Einsatz von einer Mundharmonika, die seinen Liedern etwas besonderes verleihen. Unterstützung hatte Kelly unter anderem von Jarrad K, der bereits mit Künstlern wie Kate Nash oder Weezer zusammengearbeitet und sowohl beim Songschreiben sowie als Producer mitgewirkt hat.

Insbesondere die intimen Texte, in denen er seine eigenen Erfahrungen beschreibt, sind dabei beeindruckend. Während er zuvor für andere Künstler gearbeitet hat ist es umso erfreulicher, dass Ruston Kelly sich für eine eigene Karriere entschieden hat. Bevor der Stern stirbt, wird er zuvor mit Sicherheit aufgehen. Ruston Kelly hat zumindest die passende Vorlage dafür vorgelegt. Wer sich einen Live-Eindruck machen möchte, der hat auf dem Reeperbahn Festival die Chance dazu.

Ruston Kelly Live in Deutschland 2018

  • 19.09. – Reeperbahn Festival, Angie’s Nightclub