Ich gebe es ja zu – ich habe manchmal einen Hang zu Guilty Pleasures aus dem recht gängigen Popbereich. Ey, Ke$ha hat auf der ersten Platte ein paar brandheiße Hits abgeliefert, kann man nichts gegen sagen! Gottlob hat aber die Dame, über die ich hier kurz berichten will, hierzulande bisher keine anstrengenden Chartbreaker wie „Timber“ hervorgebracht, was mir meine Angetanheit bei ihr dann doch einfacher macht. Sky Ferreira – einst entdeckt von Katy Perrys Produzenten, heute bekumpelt mit Miley Cyrus – damit wäre die Reihe meiner leicht beschämenden Pop-Vorlieben dann auch komplett.

Nachdem Capitol Records, bei denen Sky mit 15 Jahren unterschrieb, ihr eine Debütveröffentlichung jahrelang erschwerte, kam im letzten Jahr endlich „Night Time, My Time“ auf den Markt. Dass bei Sky Ferreira feministische Selbstbestimmung ein durchaus wichtiges Thema, lag hierbei schon in Anbetracht des Covers auf der Hand. Musikalisch ist sie dann allerdings doch weiter von Sleater Kinney oder den Barbwire Dolls entfernt, denn auf ihre Poptunes können sich sicher auch Fans von Britney Spears einigen.

Es trifft sich da ganz gelegen, dass sie jüngst ein kleines Video zu einem ihrer Songs veröffentlichte, der nicht ganz so nah an Popnormen heutiger Hitparaden ist. Von einer Distortion-geprägteren Seite zeigt sich Sky auf „Omanko“. Das Video im verrauschten 4:3-Stil hat die 22-Jährige tatsächlich mit einem alten VHS-Camcorder von ihrem Boyfriend aufnehmen lassen – Cole Smith von DIIV, der sich zuletzt berechtigterweise über rassistische Äußerungen eines seiner Bandkollegen ereifern musste. Ein Glück, dass er seit mehreren Jahren mit Sky liiert ist, wie die beiden Hübschen im Video auch ordentlich zur Schau stellen.

Frau Ferreira betätigt sich nebenbei als Model und stellt neben Cara Delevingne eine der Ikonen des trendigen „wasted charme“ dar. Mit Raccoon Eyes blickt sie also in eine hoffentlich rosige Zukunft. Werft ihr doch so lange einen Blick auf das neue Video zu „Omanko“:

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