The Riot Grrrls are back in town! Zwanzig Jahre sind vergangen, seit diese drei US-Amerikanerinnen erstmals in der Welt des Independent Rock auf sich aufmerksam machten. Zehn Jahre, seit sie ihr letztes Album „The Woods“ veröffentlichten. Und jetzt ist es tatsächlich da: Ein neues Album von Sleater-Kinney!

citiesUnd die Grand Dames des garagigen Indie schießen auf „No Cities To Love“ scharf. Gitarren fräsen sich ihren Weg in die Gehörgänge, lassen sich von Janet Weiss‘ Drums in die Ekstase treiben und selbst auf der tiefen Frequenz werden auf Songs wie „A New Wave“ Ohrwürmer geschaffen. Wenn Carrie Brownstein in Pressetexten kundgibt, die Band klänge besessen auf den zehn neuen Songs, dann ist das im positivsten aller Sinne zu hören. Frei nach dem Motto „Nicht slackern, klotzen!“ verausgabt sich das Trio in jedem einzelnen Song. Alle Beteiligten drücken die Tracks nach vorne wie nichts Gutes – und das ist umso beeindruckender, bedenkt man, dass hier locker mit drei Instrumenten ausgekommen wird. Hier braucht es keinen überflüssigen Ballast, um die Songs satt klingen und die Indiedisko tanzen zu lassen.

Dass die drei Damen seit viel zu langer Zeit nicht zusammen gerockt haben, hört man auf „No Cities To Love“ ganz deutlich: Da hat sich so viel Energie aufgestaut, die jetzt endlich raus und in unsere Köpfe darf. Dabei entstanden ist ein formidables Werk voller Hits, das viel mehr ist, als nur ein weiterer Indierock-Hype. Die im Punk liegenden Wurzeln tragen noch immer Früchte im Sound, durch die Labelheimat Sub Pop mag man hier und da Einflüsse des Grunge raushören, die Herangehensweise ist mal Garage, mal Pop und der dunkle Schleier des Post Punk legt sich immer wieder sanft über die zehn Stücke. Heraus kommt das unverkennbare Genre: Sleater-Kinney. Der Titel „Comeback des Jahres“ ist den Dreien sicher.

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