Foto: Danny Lane

Manchmal braucht es ein Paar mehr Anläufe, um auf eine Band aufmerksam zu werden. So war es bei mir Slothrust. Songwriterin und Gitarristin Leah Wellbaum, Schlagzeuger Will Gorin und Bassist Kyle Bann schaffen es einem in Windeseile mit ihrem rauen Sound den Kopf zu waschen. In positiver Hinsicht! Das vierte Album des Alternative Trios „The Pact“ hat zweifelsohne einen draufgängerischen Charme. Doch ohne überheblich zu klingen. Und das muss erst einmal einer schaffen!

„You will never gonna get me down.“, mit selbstbewussten Worten starten Slothrust mit „Double Down“ in ihr neues Album. Musikalisch und textlich genau auf den Punkt liegt die Messlatte bereits zu Beginn ziemlich hoch. Doch die Antwort darauf ist mit „Planetarium“ mehr als geglückt. Schrammeliger Gitarren Sound und ein lautes, treibendes Schlagzeug heizen mächtig ein.

Mit „Birthday Cake“ zeigen Slothrust eine neue Facette und schalten einen Gang runter. Nach erstem Hören entpuppt sich das Stück direkt zu meinem Favouriten. Eine verletzliche Seite kommt bei „The Haunting“ zum Vorschein. Die Einflüsse der Band wie Smashing Pumpkins oder den Pixies sind hier deutlich rauszuhören. „Fever Doggs“ zeigt daraufhin die gesangliche Bandbreite Wellbaums.

Ein unerwartetes Ende bereiten Slotrust mit „Travel Bug“. Eine wundervoll klingelnde gezupfte Gitarre trifft auf einen Songtext mit dem gewissen Anstoß zum Nachdenken. Lyrics wie „I’m a man, I’m a machine. Cut me as deep, as you want, I wouldn’t feel anything.“ beweisen großes Talent und unterstreichen den Gesamteindruck dieser Band. Denn wer sich die volle Bandbreite von „The Pact“ entgehen lässt, hat etwas verpasst.

Slothrust kommen 2019 auf Tour

  • 30.01.19 – Köln, Blue Shell
  • 31.01.19 – Hamburg, Molotow Skybar
  • 01.02.19 – Berlin, Privatclub