Smile and Burn

Foto: Max Threlfall

Wer hat mal wieder richtig Bock auf ein gutes Punkrock-Album? Alle, die jetzt gerne ihre Arme heben würden, sind bei dem bereits vierten Longplayer von Smile and Burn genau richtig. Das gute Stück nennt sich „Get Better Get Worse“ und muss sich bei weitem nicht verstecken. Die Platte der Berliner Jungs ist ab diesem Freitag erhältlich und beinhaltet zehn Songs. Sie ist mitreißend, ehrlich, laut und flott. Im Vorweg konnten schon die beiden Songs „Good Enough“ und „Not Happy“ inklusive zwei aufwendig produzierten Musikvideos bestaunt werden.

Mit „Not Happy“ beginnt auch das Album. Der Song ist angepisst – und zwar so richtig. Warum kann man in einer Gesellschaft voller Besserwisser nicht mehr glücklich sein? Und warum stehen einem sogar die eigenen Freunde dabei im Weg? Alles Fragen, die sich in einer egoistischen Gesellschaft auftragen und die von Smile and Burn in diesem Stück verarbeitet wurden. Weiter geht es etwas ruhiger mit „Bye Bye Perfect“, welches sich schon nach dem ersten Hören in meine Ohren gebrannt hat. Er hat einen eingängigen Rhythmus und bleibt somit direkt im Kopf.

Das komplette Album im YouTube-Stream →

Spricht man wieder von den Vorveröffentlichungen des Albums, kommt man um die erste Single und dem dritten Titel des Albums „Good Enough“ nicht vorbei. Der Song ist wiederum etwas ruhiger als „Not Happy“, präsentierte sich mit einem extrem aufwendig produzierten Video und konnte bereits die Vorfreude auf das Album ins Unermeßliche steigern. Wieder wird das Thema des persönlichen Versagens aufgegriffen und alles was bleibt, ist der verzweifelte Satz „I’m fine for now…“.

Hört man Songs, wie „One Step Forward“ oder „Running On Edges“, wird man an das Gefühl erinnert, wie es ist, immer auf der gleichen Stelle zu stehen und dass trotz des Vergehens der Zeit, sich nichts verändert. In „All Be Okay“ wird dann aber auch wieder auf die Höhen, die uns nach jedem Tief wieder auffangen, gesungen. Also keine Angst, das Album wird niemanden in die Depression treiben. Und wenn doch, dann lernen wir im letzten Song namens „Suitcase“, dass es besser ist, einen Koffer neben dem Bett stehen zu haben, um einfach mal verschwinden zu können.

Avoid all mistakes but we make some
Nevermind start again
It will all be ok
Rewipe everything that we have done
Wipe it clean start again
It will all be ok

Smile And Burn – All Be Okay

Das Thema des Albums steht ganz im Zeichen der verdrehten Gesellschaft in der wir leben, in der materielle Werte höher angesehen werden als das persönliche Wohl. Die Texte drehen sich um das Gefühl nicht gut genug zu sein und ständig zu versagen. Dabei spürt man die sowohl traurige als auch angepisste Stimmung in den Vocals und den Instrumenten.

„Get Better Get Worse“ schafft es mich in dem Album versinken zu lassen und für einen Moment die (momentan viel zu kalte) Realität vor dem Fenster zu vergessen. Die Songs bleiben direkt im Kopf, sodass man bereits nach dem zweiten Hören die Texte leidenschaftlich mitsingen kann. Mit anderen Worten: Lasst euch das auf keinen Fall entgehen!

Smile and Burn: Live auf Tour 2017

  • 10.03. – DE: Leipzig, Conne Island
  • 11.03. – DE: Jena, Kassablanca
  • 13.03. – DE: München, Sunny Red
  • 14.03. – DE: Nürnberg, Stereo
  • 15.03. – AT: Wien, B72
  • 16.03. – AT: Innsbruck, Weekender
  • 17.03. – CH: Rorschach, Treppenhaus
  • 18.03. – DE: Stuttgart, Zwölfzehn
  • 20.03. – DE: Frankfurt, Nachtleben
  • 21.03. – DE: Köln, Underground
  • 22.03. – DE: Dortmund, FZW
  • 23.03. – DE: Hamburg, Hafenklang
  • 24.03. – DE: Hannover, LUX
  • 25.03. – DE: Bremen, Tower
  • 26.03. – DE: Bielefeld, Nr. z.P.
  • 31.03. – DE: Berlin, Musik und Frieden
  • 09.-13.08. – DE: Eschwege, Open Flair Festival

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