Foo-Header

LADIES AND GENTLEMEN! Diesen Spruch sollten etwa 12.000 Besucher der o2 World in Hamburg diesen Abend wohl noch öfter zu hören bekommen. Ex-Nirvana Drummer Dave Grohl war präsent, animalisch, legendär. Zusammen mit seinen Foo Fighters legte er bei der aktuell einzigen Station in Deutschland (neben den Besuchen beim Rock am Ring und Rock im Park) in Hamburg an und gab dem Publikum viel mehr, als es erwartet hat – und da schließe ich mich mit ein. Ich rechnete mit einer soliden Performance, einem zweistündigen Programm und einer gut gelaunten Band nur um im nachhinein festzustellen, dass alles das und noch viel mehr, abgeliefert wurde.

Nach einem reibungslosem Einlass begann die Konzertnacht mit dem Eröffnungsauftritt von Hawk Eyes, einer britischen Hard Rock/Metal Band. War nicht meins, zu hart und zu laut, aber der Zweck wurde erfüllt und die Ohren wurden für die Foo Fighters vorgewärmt. Diese kamen recht pünktlich um kurz nach 21 Uhr auf die Bühne und ließen mit „Everlong“ überraschenderweise einen ihrer größten Hits aus dem Sack.

Grohl-Solo

Dave Grohl in Top-Form!

Auch wenn jetzt schon ein Tag ins Land gegangen ist, fällt es mir schwer das Konzert zusammenzufassen. In Vollbesetzung samt dazugestellten Keyboarder war die Band musikalisch top aufgestellt und auch gegen den Sound gab es zumindest aus den ersten Reihen heraus nichts zu beanstanden. Das Konzert war geprägt aus einer guten Mixtur aus Klassikern, neuen Song aus „Sonic Highways“, längst vergessenen Liedern der Foo Fighters und einiger weniger Coverstücke, wie zum Beispiel „Let There Be Rock“ von AC/DC oder „Under Pressure“ von Queen & David Bowie.

Eines der vielen Highlights war, als nach einem Song ein junger Typ, nur unweit wenige Meter von mir ein selbst gemaltes Portrait von Dave Grohl in die Höhe hielt. Da sonst außer Fäusten, Pommesgabeln und iPhones nur wenig hoch gehalten wurde, sah er dieses auch sofort und holte sich den Jungen auf die Bühne, um das Portrait für ihn zu unterschreiben. Dieser umarmte ihn sofort und griff sich das Mikro, um sich zu bedanken und den Frontmann der Foo Fighters zu ehren. Ein rührender Moment!

Foo Fighters Fan

Ein junger Fan bekommt von Dave Grohl ein Autogramm auf sein Kunstwerk

Ohne großes Trara ging es dann aber direkt weiter und die Foo Fighters spielten Songs wie „Long Road To Ruin“, „Congreation“ und „Walk“. Wie textsicher das Publikum ist, sollte bewiesen werden als die Band die Bühne verließ und Dave Grohl den Innenraum-spaltenden Steg entlang zum anderen Ende der Halle spazierte. Dort wartete bereits ein Mikrofon auf ihn und er spielte mit dem Publikum hinter und vor sich die auf unplugged getrimmten Songs „Wheels“, „My Hero“ und „Times Like These“.

„My Hero“ von den @foofighters – war das ein Abend! #foofighters #davegrohl #myhero #hamburg #o2world

Ein von noisiv.de (@noisiv.de) gepostetes Video am

Kurz vor Schluss machten sie mit einer Tour-Premiere vor allem den langjährigen Fans der Foo Fighters eine Freude, als sie vom dritten Studioalbum „There Is Nothing Left To Lose“ den Song „Aurora“ in einer etwa zehnminütigen Performance auf der Bühne ablieferten. Gefolgt wurde diese epische Inszenierung nur noch von „Best Of You“, der Track, mit dem sich die Amerikaner von der Bühne verabschiedet haben. Selten war Geld so gut in ein Konzertticket investiert worden. Was ein Abend, was eine Band.

Foo-Fighters-Band

Die Foo Fighters in ihrem Element, auf der Bühne

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