Es ist mal wieder Montag, die Arbeiten der Ferien sind ad acta gelegt, die Vögel scheinen und die Sonne zwitschert. Das neue Semester beginnt. Am Vorabend noch gab es eine Mitteilung vom Hamburger Elite-Indielabel Grand Hotel van Cleef, die nicht nur Münder befeuchtet:
Es gibt kettcar noch! Aber sie nehmen eine kreative Pause.

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Der Grund, dies mit zu teilen, ist folgender: Marcus Wiebusch, Sänger und Gitarrist von kettcar, nimmt ein Soloalbum auf. Es wird auf „Hinfort! Feindliche Macht“ hören, wenn man es so ruft, und am Record Store Day (20.04.2013) wird eine drei Tracks umfassende EP erscheinen. Jeder dieser Tracks könnte auf dem neuen Album erscheinen und der ankündigende Vorbote des Vorboten klingt. Und wie.

„Nur einmal rächen“ klingt wie eine Retrospektive von Marcus Wiebuschs Diskographie und Bandaktivität. Ne Menge kettcar mit nem büschn Rantanplan und einer Prise …But alive. Darin besingt er die schönste Rache, die es gibt; die eines guten, coolen Lebens. Der Track hat ein wenig was von abgestandener Mate im Soda Club, klingt aber einnehmender und diverser als alles, was Wiebusch bis dato gemacht hat. Das, was da kommen könnte, klingt auch weniger wie Echoverdächtig wegen des besten Album, als der für das Lebenswerk – mit 44 Jahren.

Totale Empfehlung mit freudiger Erwartung für in der Schule Verdroschene, in banaler Arbeit Festgehängten und Mauerblümchenblüten auf lebendiger Straße.
Es wird!