Foto: Pat Nolan

Sorority Noise aus Connecticut sind echt und ihre Musik ist greifbar. Mit ihrem dritten Album „You’re Not As ___ As You Think“, welches am 17. März erscheint, zeigen sich die vier leidenschaftlichen Musiker verwundbar und hoffnungsvoll zugleich. Sänger und Gitarrist Cameron Boucher schreibt sich seine Gedanken und Emotionen unverschönt von der Seele. Das Resultat sind ehrliche Songtexte über Leben, Tod, psychische Verfassung und Zorn aber auch über das Licht am Ende des Tunnels. Grundvoraussetzung genug, um „You’re Not As ___ As You Think“ etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Mit „Halo“, dem ersten Song des Albums, bekommen die Zuhörer einen direkten Einblick in die Gedankenwelt Cameron Bouchers, der selbst über den Song sagt: „Der Song handelt davon, auch nach dem Tod eines guten Freundes so häufig an ihn zu denken, dass Du plötzlich vor seinem Haus stehst, weil Du ganz vergessen hast, dass er in Wahrheit gar nicht mehr lebt.“ Auch „First Letter From St. Sean“ und „Disappeard“ behandelt die Verarbeitung des Todes geliebter Personen auf ganz unterschiedliche Weise.

„Car“ sticht für mich aus dem Album am meisten heraus. Durch die Kombination aus ruhigen und lauten Elementen wird dieser Song für mich zum persönlichen Highlight aus „You’re Not As ___ As You Think“. Mit „Leave The Fan On“ zeigen Sorority Noise, dass sich auch langsame, atmosphärische Stücke in ihrem Repertoire befinden. Der Song katapultiert den Zuhörer in eine ganz eigene Welt und schafft es auf unverschönte Weise zu berühren. Mit „New Room“, einem Song, der einer Demoversion gleicht, wird das dritte Album von Sorority Noise mit ganz eigenem Charme abgerundet.

„You’re Not As ___ As You Think“ ist ein Album, das sich ohne Zweifel nicht so schnell aus meiner Musiksammlung schleichen wird. Nicht nur die zehn Songs überzeugen auf ganzer Linie, auch der Albumtitel ist einzigartig und vermittelt eine ganz besondere Botschaft. Manchmal benötigt man nur ein paar Adjektive, wie z.B. sad, happy, rich oder poor, um das Leben aus einem anderen Blickwinkel sehen zu können. Schlechte Zeiten gehören genauso zum Leben, wie gute Zeiten. Es gilt nur stets nach vorn zu blicken und der Sonne entgegen zu laufen, wie auf dem Album-Cover verdeutlicht.

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