Fotos: noisiv.de / Lisa Ostheimer

Sie bewegen sich zwischen melodischem Punkrock und tieftraurigem Emo. Spanish Love Songs haben ein aufregendes Jahr hinter sich. Mit „Schmaltz“ haben sie im März ihr zweites Album veröffentlicht. Grund genug der schönsten Stadt der Welt einen Besuch abzustatten und direkt an der Waterkant, im Hafenklang, neue und alte Songs zum Besten zu geben. Mit von der Partie waren Ducking Punches. Und es muss einfach gesagt werden: Das war eine unschlagbare Kombi!

Ducking Punches wärmten das Publikum auf

Draußen Minusgrade, drinnen eine Menge Menschen. Besser hätten Ducking Punches sich den Start des Abends nicht wünschen können, denn das Hafenklang war an diesem Abend voll mit Musikbegeisterten. Auch wenn die Band nicht bei allen Besuchern bekannt war, war nach dem ersten Stück bereits das Eis gebrochen. Bei „I Was Unfortable“ entfaltete sich die Bandbreite der Musiker rund um Frontmann Dan Allen.

Wie bei allen Konzerten von Ducking Punches durfte der Song „Six Years“ nicht fehlen, der auf das Thema Suizid von Männern aufmerksam machen soll. Mit „Smoking Spot“ spielten sie zum Ende ihre Perle und meinen persönlichen Lieblingssong aus ihrem neuen Album „Alamort“, welches ebenfalls dieses Jahr erschienen ist.

 

Selbstzweifel, Liebe und Hoffnung: Ducking Punches mit emotionalem Album „Alamort“

Ursprünglich war Ducking Punches als akustisches Solo Projekt von Sänger und Gitarrist Dan Allen geplant. Daraus gewachsen ist eine vierköpfige Band irgendwo zwischen Punk, Rock... Weiterlesen →

Das Publikum zeigte sich textsicher bei Spanish Love Songs

Gut aufgewärmt von der energiegeladenen halben Stunde mit Ducking Punches verging die kurze Umbaupause wie im Flug. Spanish Love Songs betraten die Bühne und das Publikum wirkte ab dem ersten Song losgelöst. Mit „Nuevo“, dem Opener ihres neuen Werkes „Schmaltz“, starteten sie in den Abend. Bei „Sequels, Remakes, & Adaptations“ wurde klar, dass viele textsichere Fans mit dabei waren.

Deutlich überwältigt von dem dem Fakt, dass so viele Leute gekommen sind, kündigte Sänger und Gitarrist Dylan Slocum entschuldigend an, sich den Abend über mehrfach zu bedanken. Auf sympathische Art und Weise tat er das tatsächlich, gefühlt nach jedem zweiten Song. Kein Wunder, denn man spürte, wahrscheinlich his hoch auf die Bühne, die Treue und Leidenschaft der Fans bei jedem Song.

Mit einer guten Mischung aus neuen und alten Stücken hielten Spanish Love Songs selbst die hinterste Reihe davon ab stillzustehen. Ihre neue Single „Funeral“ war ganz sicher eines der Highlights des Konzertes. Bei „Buffalo Buffalo“ wurde zum Ende noch einmal fleißig gepogt und nach einer Zugabe gingen Spanish Love Songs offensichtlich glücklich von der Bühne. Genauso wie die Fans, die sich wieder in die Kälte wagten.