Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Welch ein besonderer Abend für Charles und mich. Die Steaming Satellites kündigten sich für ihre Tour natürlich auch in Hamburg an, und so bot sich endlich die Chance die Band aus Österreich live zu erleben.

Spulen wir ein paar Jahre zurück, zum Gründungsjahr von noisiv.de sind die Steaming Satellites eine der ersten Bands, über die wir berichtet haben. Mit Tourankündigung, CD-Besprechung und alles was damals dazugehörte. Bei einem Blick in die Vergangenheit, echt witzig wie sich das alles seither entwickelt hat. Aber genug davon, springen wir wieder zurück in die Gegenwart.

Streaming Satellites - The Mustache Mozart Affaire

Featured, Musikvideo & Release: Steaming Satellites – The Mustache Mozart Affaire

Bands aus Österreich kenne ich persönlich wahrlich wenige – eigentlich gar keine, um genau zu sein. Das hat sich heute für mich geändert, denn gerade... Weiterlesen →

Für die Opener-Position namen sich die Österreicher The Kiez mit auf Tour, die hier in den Hamburger Clouds Hill Studios ihre ersten gemeinsamen Songs aufgenommen haben. Das Duo begab sich mit Tour-Gitarrist Sebastian Nagel auf die Bühne und lieferte ein solides Set ab – ganz ohne Bass! Schon nach wenigen Songs schließt sich hier die Brücke zur Überschrift dieses Beitrags: es wurde verdammt heiß.

Das Set von The Kiez war zum Glück etwas überschaubar, weshalb man sich in der Pause zwischen den Bands schnell wieder in den Garten des Indra Club 64 begab. Durchatmen und erfrischen war angesagt, aber auch zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, wie warm es im Club noch werden sollte. Die Musik wurde mit einem Mal lauter, also schnell wieder in die Venue, die Steaming Satellites stehen auf der Bühne!

Es wurde nicht lang gefackelt und schon zu Beginn des Sets ließen sie als zweiten Song „Witches“ von der Leine. Der synthetische Bass dröhnt, die Stimme von Max Borchardt klingt wie auf Platte roh und drahtig, trotzdem verläuft alles auf Höhe des Mischpults alles irgendwie in ein großes Mischmasch. Dazu entschuldigte die Band sich etwas durch zu sein, was man zwar kaum merkte, aber die Erwartungen für den Moment etwas milderten.

Es wurde heißer und heißer und das etwas über die Hälfte gefüllte Indra bekam einen guten Mix aus der Diskografie der Steaming Satellites auf die Ohren. Bei dem Klima was dort herrschte auch an dieser Stelle nochmal ein Props an die Band, ich stellte mich zeitweise in die letzte Reihe um nicht einfach irgendwann kopeista zu gehen. Als man nach einem sauberem Set dann dachte es wäre alles vorbei, kamen die Steaming Satellites auf Wunschrufe des Publikums wieder auf die Bühne, um den Laden mit einem Cover von „Fake Tales of San Francisco“ von den Arctic Monkeys förmlich niederzubrennen.

Highlight war aber jedoch die Performance von „How Dare You!“ aus ihrem ersten Album „The Mustache Mozart Affair“. Ein vergleichsweise ruhiger Track, mit dem man die Steaming Satellites aber seit eh und je verbindet. Danke für diesen tollen Abend!

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