Foto: Christian Maislinger

Foto: Christian Maislinger

Vor kurzem erst rezensierte ich ja erst die Steaming Satellites EP, warum also jetzt schon wieder ein Review? Nun, die Antwort ist recht simpel: Die EP ist Teil des gleichnamigen Albums. Auf Spotify, Rdio und Co. wurde ein Auszug aus dem Album als EP veröffentlicht und ich nutzte Rdio für die Rezension. Daraufhin machte man mich dann auf das komplette Album aufmerksam und weil die übrigen Songs auch einiges auf dem Kasten haben, will ich euch dies nicht vorenthalten.

Steaming Satellites - Steaming Satellites EPDen Start macht „Together”, welches mit einer Akustikgitarre und dem markanten Gesang von Max Borchardt beginnt – das klingt im Spektrum der Steaming Satellites dezent ungewohnt, aber nicht minder spaceig. Nach dem Intro wird einem sofort ein Rhyhtmus um die Ohren geworfen, der die Beine in Bewegung setzt. Der Einsteiger ist also mehr als gelungen!

Anschließend bleibt das Album mit „Rocket”, „Unreal”, der Single „Honey” und „Restless Robot” auf, die allesamt zum EP-Ableger gehören, auf extrem hohem Niveau. Der Sound der Band ist dabei so einzigartig und markant, dass man diesen in jedem Song sofort erkennt. „Door” ist ein perfektes Beispiel für diesen großen, basslastigen, dicken Sound und den treibenden Drum-Patterns.

Ruhiger geht es dann bei „Unfold” zu. Hier nimmt sich die Band etwas zurück. Der Gesang von Bochardt und seine Texte kommt hier noch besser zur Geltung, die Atmosphäre wird etwas melancholischer: „I’m giving up on you” ist das letztendliche Fazit und man ist in jeder Sekunde ganz nah mit den Ohren dabei.

Schneller und tanzbarer wird es dann aber sofort wieder mit „Back and Forth”. Tempo regiert diesen Song und die Bassline geht bis ins Mark. Die Spacerock-Rakete erreicht ihren höchsten Standpunkt und der Song ist mein persönlicher Favorit aus dem Album, weil er den typischen Steaming-Satellites-Sound so gut mit neuen Elementen verbindet und einfach nach vorne geht!

Der drittletzte Song „Fill the Cup” ist dahingegen sehr synthielastig und dabei gewohnt catchy. Der Song ändert zwei Mal seine Marschrichtung, steigert sich immer weiter und zeigt die ganze Klasse der Gruppe. Den Abschluss macht dann „Move On”, ein schwerer und langsamerer Song mit einem Text, der durch die entschlossene Intonation in seinen Bann zieht und das Album noch einmal in eine andere Richtung lenkt.

„If I say everybody move on / You know / Oh, I won’t let you down / Instead / Can’t you just see me”

Steaming Satellites – Move On

Was die Steaming Satellites hier also als drittes Album abliefern, ist einmal mehr etwas ganz großes und ihr bisher wohl bestes Album. Die Band ist gewachsen, der Sound ist gefestigt und die Variabilität so groß, wie noch nie zuvor. Die Österreicher halten die Spacerock-Fahne abermals hoch.

Ich für meinen Teil bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt von den Alben, die sie veröffentlichen und das ist auch dieses Mal nicht anders. So kreativ und so „anders” sind im DACH-Bereich nur ganz wenige Bands und spätestens jetzt sind sie ein absolutes Aushängeschild unser hiesigen Musiklandschaft.

[asa]B01356RM8I[/asa]