Foto: noisiv.de / Lisa Ostheimer

Mit Stella Donnelly hat die Indielandschaft genau das gewonnen, was dringend gebraucht wurde. Eine junge Künstlerin, die für sich selbst einsteht und kein Blatt vor den Mund nimmt. Auf ihrem Debütalbum „Beware Of The Dogs“ verpackt sie harten Tobak in zuckersüßem Gitarrenpop. Dass uns die talentierte Künstlerin auf Platte überzeugt hat, steht fest. Doch an einem lauwarmen Abend in der Molotow Sky Bar legte sie erst so richtig los. Und bewies, dass sie nicht nur herrlich gut fluchen, sondern mit ihrer Musik das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes fesseln kann.

Ein zuckersüßer Aufstand: Stella Donnelly mit „Beware Of The Dogs“

Mit Stella Donnelly hat die Indielandschaft genau das gewonnen, was dringend gebraucht wurde. Eine junge Künstlerin, die für sich selbst einsteht und kein Blatt vor... Weiterlesen →

Viel kleiner und noch selbstbewusster als erwartet kam Stella Donnelly auf die Bühne. Anders als von den meisten Konzerten bekannt, gab es statt einem Song zur Begrüßung erst einmal ein herzliches Hallo. Auf die Frage nach dem günstigsten und gleichzeitig erträglichsten Bier bekam sie vom Publikum prompt eine Antwort. Dieses „Hostein“ (gemeint Holsten) wolle sie auf jeden Fall probieren. Und da war es klar. Genauso schillernd, wie ihre Songs, ist auch ihre Persönlichkeit. Zunächst allein, dann mit Band und dann wieder allein füllte sie die Bühne mehr als aus.

Neben Hintergründen zu Songs, witzigen Anekdoten über ihre Bandmitglieder und eingeübten Tanzeinlagen kam aber eines nicht zu kurz: ihre Musik. Nahezu ihr gesamtes Album gab es an dem Abend zu hören und mit Songs wie „Beware Of The Dogs“ und „Mosquito“ ließ sie bei mir keinen Wunsch offen. Wenn man als Konzertbesucher lacht, weint, tanzt und singt – und den Merch-Stand leer kauft – dann war es eines dieser unvergesslichen Abende. Das kann so schnell nichts toppen. Meine Damen und Herren mit Stella Donnelly haben wir bereits im April die erste Anwärterin auf das beste Konzert 2019.