Stick To Your Guns

Nach dem erfolgreichen „Disobedient“-Album aus dem letzten Jahr wurde es um Stick To Your Guns aus dem kalifornischen Orange County keinesfalls ruhig – beispielsweise waren sie gemeinsam mit Stray from the Path, Counterparts und Wolf Down in Europa unterwegs (unter anderem in der Oberhausener Turbinenhalle). Kaum ist das beendet, bringt das Quintett am 23. September eine neue EP unter dem Titel „Better Ash Than Dust“ heraus.

Stick To Your Guns - Better Ash Than Dust (EP-Cover)

Stick To Your Guns wollen nicht ablassen und auch weiterhin Präsenz zeigen. Fünf Songs beinhaltet die neue EP und jeder von ihnen zeigt die Qualitäten, die die Band seit bald 15 Jahren auszeichnet: Melodischer Hardcore mit Hand und Fuß, getränkt von ihren politischen und gesellschaftlichen Überzeugen, aus denen sie keinen Hehl machen. Lieber gehen sie mit wehenden Fahnen unter, als dass sie langsam dahinsiechen – das machen sie direkt am Anfang mit dem titelgebenden Track klar. Am Ende wird dann ein Auszug aus einem Interview von Nina Simone eingespielt, der zutreffender nicht sein könnte:

”I choose to reflect the times and the situations in which I find myself. That, to me, is my duty. And at this crucial time in our lives, when everything is so desperate, when everyday is a matter of survival, I don’t think you can help but be involved. Young people, black and white, know this. That’s why they’re so involved in politics. We will shape and mold this country or will not be molded and shaped at all anymore. So I don’t think you have a choice. How can you be an artist and not reflect the times?“

Nina Simone

Auch im anschließenden Verlauf der EP nimmt die Überzeugung und die daraus hervorgehende Überzeugung nicht ab. Stick To Your Guns zeigen sich vielseitig – oft hart und melodisch, schlägt Jesse Barnett hin und wieder auch ruhigere Töne and und bringt klar gesungene Vocals, wie in „The NeverEnding Story“. Diese Abwechslung, die in guten Dosierungen verabreicht wird, ist immer wieder das, was an der Band zu faszinieren weiß.

Better Ash Than Dust“ zeigt, wozu Hardcore-Bands heute fähig sind. Es muss nicht unbedingt immer Haudrauf sein – etwas Variation kann dem eigenen Sound durchaus gut tun und das zeigen sie hier mal wieder. Gleichzeitig bringen sie ihre eigene Entschlossenheit hundertprozentig und authentisch rüber und schaffen so ein Hardcore-Feuerwerk, dass vom Fleck weg richtig stark anfängt und nach 17 Minuten schon wieder aufhört – „Better Ash Than Dust“ eben.

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