SYML Credit Shervin Lainez

Fotocredit: Shervin Lainez

Musik aus Seattle wird größtenteils mit Grunge aus den 90ern oder Folk-Bands aus den 2000ern verbunden. Allerdings gehört SYML in keine der beiden Kategorien. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Musiker nicht direkt aus Seattle stammt. Brian Fennell ist Vollblutmusiker und formt seine Musik so, wie es ihm gefällt, was nun zu seinem gleichnamigen Debütalbum geführt hat.

So schafft SYML mit dem Opener „Clean Eyes“ bereits einen ersten hitverdächtigen Song, der Richtung New-Wave geht. Der klassisch ausgebildete Pianist überzeugt musikalisch ebenso wie gesanglich, was auch im facettenreichen „Wildfire“ zur Ausstrahlung kommt. Die Anekdote zu der traurigen Ballade „Where’s My Love“ ist eine schöne: Als Nebenprojekt zu seiner damaligen Band Barcelona wurde der Song bereits vor Jahren veröffentlicht. So fand Fennell heraus, dass MTV seinen Song verwendet hatte und ein DJ diesen geremixed hatte und damit 160 Millionen Streams bei Spotify vorweisen konnte.

Auch mit seinen Texten hat SYML einiges zu sagen. Während „Connor“ sich um die Sorge handelt, wie die Kinder großgezogen werden sollen, hat er mit „Break Free“ auch eine sozialkritische Nummer auf seinem Debüt. Durch Songs wie „WDWGILY“ ergeben sich automatisch Assoziation zu Künstlern wie Bon Iver oder James Blake. „The Bird“ klingt dann wie Jeff Buckley, einen Künstler den SYML ebenfalls sehr schätzt. Dennoch bleibt am Ende die Gewissheit, dass SYML seinen eigenen Stil zu einem beachtlichen Debüt entwickelt hat. Im Sommer wird der Amerikaner auch auf dem Hurricane Festival spielen. Zudem gibt es im September eine ausgedehnte Tour durch Deutschland.

SYML Live in Deutschland 2019

  • 21.06. – Southside Festival, Neuhaus ob Eck
  • 22.06. – Hurricane Festival, Scheeßel
  • 23.06. – Leipzig, Naumanns
  • 08.08. – Haldern Pop, Rees
  • 12.09. – München, Strom
  • 16.09. – Frankfurt, Zoom
  • 17.09. – Köln, Luxor
  • 18.09. – Berlin, Bi Nuu