Bildquelle: Networking Media

Foto: Samantha Casolari

Nachdem The Head And The Heart als einer meiner Lieblingsbands im letzten Jahr das großartige „Signs of Light“ veröffentliche und auch in diesem Jahr Hello Piedpiper aus Köln ein tolles Album mit „The Raucous Tide“ aus dem Hut zauberten, liegt die persönliche Messlatte im Bereich Folk-Pop bei mir ziemlich hoch. Eine Band mit dem Namen Tall Heights verspricht Großes! Somit war ich gespannt, inwieweit das Duo mit ihrem neuen Album „Neptune“ bei mir ankommen.

Der Start fällt mit Songs wie „Iron in the Fire“ oder „River Wider“ sehr entspannt aus. Im Fokus stehen die Vocals der beiden Musiker, die sowohl von lieblich gestalteten Beats und von Streichern begleitet werden. In Liedern wie „No Man Alive“ oder „The Runaway“ deutet sich Hitpotenzial an, der im Sommer in den Radiosendern Einzug halten könnte.

Mein persönliches Highlight bilden „Horse to Water“ sowie „Backwards and Forwards“, die zeitweise an den exklusiven Sound von Alt-J erinnern und leicht verträumt daherkommen. Selbst Songs wie „Two Blue Eyes“, die textlich gesehen sehr kitschig sein mögen, klingen durch die geschaffenen Harmonien gepaart mit dem Gesang von Wright und Harrington absolut passend zum neuen Werk.

„Neptune“ klingt für meinen Geschmack manchmal zu glatt produziert. Dennoch haben die Tall Heights ein schönes Album geschaffen und läuten mit ihrer Klangkulisse den kommenden Sommer ein, ähnlich wie bei Cayucas‘ Dancing at the Blue Lagoon. Die ehemaligen Straßenmusiker aus Boston haben mit „Neptune“ die Tür weit aufgestoßen, um sich für ein großes Publikum zu empfehlen. So spielen Tall Heights auch auf deutschen Festivals im Sommer.

Tall Heights auf Festival-Tour in Deutschland

  • 17.06. – Maifeld Derby Festival, Mannheim
  • 23.06. – Southside Festival, Neuhausen
  • 24.06. – Hurricane Festival, Scheeßel

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