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Vor einigen Tagen erschien das zweite Album des Sängers Teesy. Auf „Wünschdirwas“ folgt der gute Mann dem Weg, den er bereits auf seinem Erstlingswerk „Glücksrezepte“ eingeschlagen hat und fügt dem Soundbild sogar neue Facetten hinzu.

Wobei das sogar noch untertrieben ist. Denn im direkten Vergleich schneidet das neue Werk sogar stärker ab und überrascht an nicht wenigen Stellen.

Was ist überhaupt das Besondere an dem Mann, der aus Berlin nach Kiel gezogen ist? Die Antwort ist einfach: Seine Musik klingt unprätentiös und verliert nie die Leichtigkeit, die für Soul-Musik (als die ich sie jetzt einfach mal betitle) so wichtig ist.

Wie war das denn nochmal mit Soul in Deutschland? Ein wenig tut sich das Genre schwer hierzulande. Entweder man sieht sich Chris-Brown-Kopien gegenüber gestellt, die inhaltlich so tiefschürfend sind, wie das Parteiprogramm der AfD, oder die Lyrics sind so bedeutungsschwanger, dass für die lockeren Zwischentöne kein Platz mehr bleibt. Teesy gelingt dieser Spagat ausgezeichnet. Mal ganz davon abgesehen, dass er auch tatsächlich singen kann. Muss man dazu sagen.

Auf dem neuen Album gräbt sich Teesy noch tiefer in die verschiedenen Spielarten des Soul und präsentiert Disco- und Swing-Nummern, die einfach Spaß machen. Daneben gibt es außerdem 90er R’n’B und Neo-Soul.

Das klingt nach einer kruden Mischung – funktioniert aber bestens und langweilig wird es nie. Die tolle Produktionen auf „Wünschdirwas“ tun ihr Übriges. Wer nicht tanzt hat verloren. Wunderbares Album.

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