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Rap aus unserem allseits geliebten Nachbarland Österreich erfreut sich größter Beliebtheit. RAF Camora und Chakuza sind bereits voll integriert – Yung Hurn oder Crack Ignaz sind auf dem besten Weg. Nun veröffentlicht eine neue Rap-Gruppe aus dem Linzer Untergrund ein neues Album und klingen darauf ungemein hungrig. Aber Moment mal…

Texta sind keine neue Band. Im Gegenteil. Das Quartett veröffentlicht seit sage und schreibe 21 Jahren Musik. Dennoch: Die neue Platte „Nichts dagegen, aber“ klingt alles andere als altbacken. Texta kommen mit drückenden Beats und anspruchsvollem Konzept: Alle auf dem Album verwendeten Samples stammen aus Österreich. Ebenso wie das Cover, welches vom Karikaturisten Gerhard Harderer gestaltet wurde.

Lange waren sie zu fünft (also als Quintett, für die Klugscheißer unter uns), doch Rapper Skero verließ die Gruppe vor einiger Zeit. Dieser Umstand tut dem Bandgefühl allerdings kein Abbruch. Das obligatorische „im Gegenteil“ spare ich mir, doch ein Fehlen im Gesamtkonstrukt ist beim besten Willen nicht auszumachen. Der Vollständigkeit halber soll auch das letztjährige „#HMLR“ nicht vergessen werden, welches mit Blumentopf entstanden ist. Ebenfalls ein klasse Album!

Auseinander setzen sich die Jungs (Männer, selbstverständlich) auf „Nichts dagegen, aber“ mit Österreich, seiner Kultur und seiner Persönlichkeit. Das klingt nun trockener, als es tatsächlich ist. Hat man das Album einmal durchgehört, stellt man fest, dass es sich um eine sehr tanzbares Platte mit einer Menge Funk handelt.

Das finde ich gut und falls ihr bisher noch nix von Texta gehört habt: Holt es nach! Selbst Newcomer könnten kein Album machen, das noch so zwingend, modern und unterhaltsam klingt.

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