Bildquelle: Starkult Promotion

Foto: Alexandra Valenti

Es war im Februar 2010, als Wolfmother nach Hamburg kamen, um Songs aus ihrem damaligen neuen Album „Cosmic Egg“ vorzustellen. Meine größte Überraschung an diesem Abend war aber nicht die Show der Australier, bei denen die Live-Qualität von Andrew Stockdale und Co. jedem Besucher bereits bekannt war. Der Support bei dieser Tour waren The Black Angels aus Texas, die mit ihrem Mix aus Garage-Rock gepaart mit jeder Menge psychedelischer Einflüsse nicht passender hätten sein können.

Danach habe ich die Gruppe dennoch aus den Augen verloren. Doch nachdem ich die Album-Ankündigung zu ihrem bereits fünften Album „Death Song“ gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich diese Scheibe hören muss. Schon die Vorab-Single „Currency“ lässt die Boxen richtig wummern und macht Lust auf mehr! Coole Riffs mit den erwähnten psychedelischen Einflüssen – dieser Slogan passt auf so viele Tracks auf „Death Song“. Der Gesang von Alex Maas setzt dem Sound der Black Angels eine eigenen Stempel auf und untermalt das Gefühl, dass diese Band in der Ära Ende der 60er und Anfang der 70er wohl mit Bands, wie Led Zeppelin oder Jefferson Airplane, hätte konkurrieren können.

„Death Song“ überzeugt in seiner gesamten Spieldauer und hat neben den psychedelischen Höhepunkten („Curency“, „I’d Kill For Her“, „I Dreamt“). Klingt „Hunt Me Down“ beim Einsetzen der Drums noch so, wie die Black Keys hätten auf den neueren Alben klingen sollen, muss ich später an Jane’s Addiction denken. Mein persönliches Highlight ist „Grab as Much (as you can)“, das seinen Charme auch durch den leicht angehauchten Western-Sound hat. Ruhigere Songs, wie „Comanche Moon“ oder „Estimate“, überzeugen darüber hinaus ebenfalls.

Mit „Life Song“ gelingt der Rockband aus Austin ein episches Finale, dass dem Album nochmal den Deckel aufsetzt. Das sechste Studioalbum von The Black Angels bietet alles, was ein interessantes Rockalbum braucht: Riffs, die in den Kopf gehen, gespickt mit Melodien, die von einer einzigartigen Stimme untermalt werden. Hoffen wir mal, dass die Black Angels tatsächlich beim Reeperbahn Festival landen, wie zuvor vermutet.

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