Fotos: Marcel Sigmann / noisiv.de

Die kanadische Band The Franklin Electric gehören zu meinen absoluten Lieblingen. Gerade eben erst haben sie mit „Blue Ceilings“ ein fantastisches zweites Album abgeliefert, das mit melancholischem, getriebenem Folk-Rock aufwartet. Gar keine Frage, ob ich zum Konzert im Molotow aufschlage! Letzten Mittwoch war es soweit: Ich war super drauf, die Band war super drauf und die Kellnerin hatte mit Sicherheit auch ihren Spaß.

Ich war bereits halbwegs pünktlich um 20.00 im Molotow und konnte noch beobachten, wie das Publikum langsam eintraf. Dabei waren sowohl Mädels-Gruppen, Vater/Sohn-Gespanne und die typischen Mittzwanziger. Ein sehr gemischtes und vor allem sehr angenehmes Publikum.

Irgendwann ging es dann los, nachdem ein offensichtlich gestresster Manager auch noch die letzten Wasserflaschen auf der Bühne platziert hatte. Wer hier eine ausführliche Aufzählung der einzelnen Songs erwartet wird enttäuscht: Für sowas hatte ich selber zu viel Spaß. Vermutlich wurden aber bis auf wenige Ausnahmen alle Songs gespielt, die die Band nach zwei Alben in Petto hat: „Old Piano“, „This Is How I Let You Down“, „I Know The Feeling“. You name it. Zu kurz war es definitiv nicht.

Musik zum Träumen: The Franklin Electric bringen ihr zweites Album „Blue Ceilings“

Es gibt halt einfach diese Lieblingsbands. Sobald es auch nur die Andeutung einer Veröffentlichung gibt, wartet man gespannt auf jede Info und jeder auf Facebook... Weiterlesen →

Die Pausen waren gespickt mit kurzen und vor allem lustigen Anekdoten und  reichlich Schabernack von Frontmann Jon Matte. So erzählte er die Geschichte des allerersten The Franklin Electric-Songs überhaupt: „Old Piano“ („I wrote it for somone else, but he said I would sing it better than him“). Auch der erste von vier Auftritten in Hamburg ist im Gedächtnis geblieben. In erster Linie weil Bassist Martin Desrosby später in der Hasenschaukel auf sich aufmerksam machte, als er mitten auf der Tanzfläche auf der Bassdrum tanzte.

Jon Matte ist einfach ein toller Typ. Muss man glaub ich so festhalten. Ein toller Musiker und offensichtlich auch ein toller Mensch. Eine Mutter war mit ihren Töchtern in der ersten Reihe gelandet. Jon kam kurz herunter, stellte sich vor und schüttelte der verdutzten Dame die Hand („That’s so sweet“). Und welcher Künstler hat sich sein Bier charmanter auf die Bühne bestellt: „Can the very beautiful barkeeper bring us four Beer? What do we drink? Oh – Astra!“?

Abgeschlossen wurde das Konzert mit einem Johnny Cash-Cover. Wunderbar. The Franklin Electric haben definitiv Eindruck hinterlassen. Mit tollen Songs und als tolle Band. Es ist schon ziemlich magisch, wenn diese treibenden Folk-Rock Songs mit dieser Trompete live erklingen. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, The Franklin Electric bald wiederzusehen!

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