The Franklin Electric 13

Fotos: Torge Santjer, noisiv.de

Was hatte mich das Album von The Franklin Electric Anfang des Jahres begeistert. „This Is How I Let You Down“ lieferte wunderbar produzierten Folk-Pop, mit genau der richtigen Portion an Refrains zum Mitsingen. Nun traten die Kanadier am 31. März in Hamburg im Nochtspeicher auf und natürlich konnte ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Ich selbst war an besagtem Tag voll im Umzugsstress und hegte bereits Zweifel, ob ich das Konzert tatsächlich in vollen Zügen würde genießen können würde. Allein die Anfahrt gestaltete sich nervenraubend. Selbst schuld, wer nicht auf die Stadtkarte schaut und auf Verdacht losmarschiert.

The Franklin Electric 14

Dennoch erreichte ich zusammen mit einem Kollegen den kieznahen Nochtspeicher rechtzeitig und atmete erleichtert auf. Während sich die Location langsam füllte, erlaubte ich mir das erste Bier. Ich weiß nicht, ob es an der Band oder am Nochtspeicher lag, aber das Publikum war erstaunlich heterogen durchmischt – sehr angenehm.

Pünktlich stand dann plötzlich die Band auf der Bühne und vom ersten Ton an war das Publikum voll im Bann der Musik. The Franklin Electric schafften es nicht bloß die Atmosphäre des Albums perfekt wiederzugeben, sondern auch den einzelnen Songs neue Facetten hinzuzufügen. Dass der Sänger auch gleichzeitig Trompete spielt, sieht und hört man auch nicht alle Tage.

The Franklin Electric 10

Man kann es nicht anders sagen: Die Jungs beherrschen ihre Instrumente perfekt. Jede einzelne Note saß genau da, wo sie hingehörte. Und das, ohne die nötige Live-Atmosphäre vermissen zu lassen. Das sind Vollblutprofis und so erzählte Sänger Jon Matte auch, dass er zuvor in Musikstudios gearbeitet hätte, bevor er den Song „Old Piano“ geschrieben habe.

The Franklin Electric 02

Genau der war dann auch eines der Highlights des Abends: Trompetensolo auf der Bartheke plus Gesangs-Choreo mit Publikum. Natürlich wurden vor allem Songs vom Album gespielt, wie zum Beispiel „This Is How I Let You Down“ oder „So Unsatisfied“ während der Zugabe. Am Ende gab es sogar mit „If You Could Read My Mind“ ein Johnny-Cash-Cover!

Die Stimmung war durchgehen entspannt und man konnte sich voll und ganz in der Musik verlieren. Trotz Umzug konnte ich das Konzert genießen und hatte unglaublich viel Spaß mit einer unglaublich professionellen Band. Gerne wieder!

The Franklin Electric 15

The Franklin Electric: Konzertfotos

[asa]B011WEVUTW[/asa]