Foto: James Minchin

Wir schreiben das Jahr 2011: Ein paar Tage vor meinem Abiball gehe ich zu einer meiner absoluten Lieblingsbands aufs Konzert im Hamburger Docks. Die Rede ist von Death Cab For Cutie, welche ihr damals neues Album „Codes and Keys“ vorstellen. Das dieser Abend ein wunderschöner werden wird, hatte allerdings auch sehr viel mit der Vorgruppe zu tun. Diese waren nämlich The Head and The Heart, die ebenfalls aus Seattle den Weg in die Hansestadt fanden.

The Head And The Heart - Signs Of Light

Mittlerweile sind mehr als fünf Jahre nach diesem Konzert vergangen. Die sechsköpfige Band hatte in der Zwischenzeit einiges erlebt: Ihr zweites Album „Let’s Be Still“ verschaffte ihnen nach ihrem grandiosen selbstbenannten Debütalbum „The Head and The Heart“ ein noch breiteres Publikum. Nach Touren über den gesamten Globus folgte 2014 eine Schaffenspause, in welcher sich die Mitglieder den unterschiedlichsten Tätigkeiten abseits der Musik zuwenden. Aus dieser kreativen Pause entspringt nun ihr dritter Streich mit dem Titel „Signs of Light“, das erstmals nicht mehr auf Sub Pop, sondern via Warner Music erscheint.

Bereits beim vorab veröffentlichten Opener „All We Ever Knew“ war ich mir sicher, dass dieser meine persönliche Sommerhymne für dieses Jahr sein wird. So strotzt der Song vor guter Laune, lädt zum Mitsingen ein und läutet den perfekten Startschuss für das Comeback von The Head And The Heart ein. Auch auf „Signs of Light“ sind wieder traumhafte Melodien zu finden, wie etwa „False Alarm“ oder „Take A Walk“ beweisen. Insbesondere bei letzterem gelingt die großartige Begabung der Band; nämlich das Zusammenspiel der Stimmen von Josiah, Charity und Jonathan.

Zunächst erinnert mich „Library Magic“ mit seiner Kombination aus Akustikgitarre und Gesang an die tollen Fleet Foxes, allerdings setzt das Sextett stets einen Stempel auf ihre Lieder, sei es durch die eigenen fantastischen Melodien oder durch den harmonierenden Chor des Gesangstrios. Am Ende folgt mit „Signs of Light“ ein würdiger Abschluss eines sehr spannenden Albums, bei dem Sänger Josiah seinen großen Auftritt hat, während die weiteren Bandmitglieder seine Stimme musikalisch untermalen.

Mit „Signs of Light“ haben The Head and The Heart wieder einmal eindrucksvoll ihr Können unter Beweis gestellt. Hoffentlich folgen demnächst einige Tourdaten für Deutschland, bei denen die Live-Qualitäten der Songs ebenfalls begutachtet werden können. Zumindest können sich Teilnehmer des diesjährigen Reeperbahn Festivals nun freuen: The Head and The Heart werden am Samstag, dem 24. September, von 22:10 Uhr bis 23:10 Uhr im Docks spielen. Dies ist der bisher einzig bekanntgegebene Auftritt in Deutschland. The Head and The Heart und das Docks: Diese Kombination scheint eindeutig zu passen.

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