Woran erkennt man den Unterschied zwischen einem guten und einem unvergesslich grandiosem Konzert? Meine Antwort auf diese Frage lautet, dass einem beim Grandiosen und Unvergesslichen viele positive Bilder und Emotionen in Erinnerung bleiben und alleine der Gedanke an jenen Abend einen zum Schwärmen bringen. So schafften es The Head And The Heart ein weiteres Mal, sich in die Reihe der unvergesslichen Gigs einzureihen.

Der Abend im Uebel & Gefährlich fing mit einem ungewöhnlichen Support an. Während in den Staaten Bands wie Whitney oder der UK-Newcomer Declan McKenna die Band aus Seattle supporten, durften Someday Jacob aus Bremen ihr Können unter Beweis stellen. Diese spielen eine Mischung aus Folk und Pop, die mich musikalisch unter anderem an R.E.M. aber auch an den Headliner des Abends erinnerte. Auch Blues können die vier Jungs um Someday Jacob spielen. Zeitweise dachte ich mir, dass Tarantino bei zwei Songs lechzen würde, um diese auf dem Soundtrack eines Westernfilms zu bekommen. Die Band hat mich vollkommen positiv überrascht, zumal ich mit keinem Support gerechnet habe und war für mich persönlich der beste Supportact seit langem!

Pünktlich um 22:00 Uhr kamen dann The Head And The Heart auf die Bühne. Die Truppe um Frontmann Jonathan Russel zeigte sich extrem spielfreudig und lachte und freute sich offensichtlich über den positiven Zuspruch des Hamburger Publikums. Auch die Setlist ließ kaum Wünsche offen: Es wurden alle Hits der Band gespielt (wobei ich mich über „Cats & Dogs“ und „10.000 Weight of Gold“ noch gefreut hätte) und Lieder von allen drei Alben performt. So wurden insbesondere die bekannten Lieder wie „Lost In My Mind“ oder „Rivers and Roads“ am Ende des Konzerts gefeiert. Aber auch die neuen Songs vom dritten Album „Signs of Light” wie „City Of Angels“ oder „Take A Walk“ sorgten für großen Jubel im Uebel & Gefährlich. Den Spaß konnte man den Bandmitgliedern am Gesicht ablesen, ständig wurde gelacht und auch der ein oder andere Scherz wurde zwischen den Songs gemacht. So schwärmte Gitarrist Matt von „Spatzle“ und Jon demonstrierte, dass er auf deutsch Kaffee bestellen kann.

„A normal life was exactly what we needed“ – The Head And The Heart im Interview!

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Das Publikum ließ sich perfekt auf die Stimmung der Band ein, war extrem ruhig bei Songs wie etwa der wunderschönen akustischen Version von „Library Magic“ am Anfang der Zugabe. Dies war auch der wunderbaren Akustik im Uebel und Gefährlich geschuldet, die im Vergleich zum Reeperbahn Festival Auftritt um einiges besser war. Ein emotionaler Abend ist vorbei und schon träume ich bereits von dem nächsten Gig von The Head And The Heart in Hamburg!

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