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Die Presseinfo zum sechsten Album des amerikanischen Duos The Helio Sequence liest sich ganz schön romantisch: Zwei Jungs lassen die Diskutiererei mal außen vor, besuchen täglich voller frischem Tatendrang ihr Studio und spielen einfach drauf los, um 26 Songs fertig zu stellen und von Freunden daraus ein Top 10 Ranking für die finale Playlist der neuen Platte erstellen zu lassen. Die hört auf den Namen der Band selbst und soll einen Neuanfang in der Geschichte von The Helio Sequence markieren.

Tatsächlich klingt schon der erste Song „Battle Lines“ mit seinem dreampoppig-wabernden Intro und der beschwingten Grundatmosphäre richtig frisch, Sänger Brandon Summers ist „looking for a new direction, looking for another way“ und nimmt uns mit sanften Flangergitarren an der Hand, um uns in den neuen Kreativkosmos der Indie-Gruppe zu führen. sequenceBenjamin Weikel treibt die Reise weiter nach vorn, drischt auf seine Drums ein und von nun an geht es für uns im Tanzschritt weiter. Mit Bravour meistern The Helio Sequence hier einen Spagat zwischen recht minimaler Instrumentierung in den Strophen und einem dennoch wunderbar satt klingenden Soundbild, das den Song direkt zum Hitfavoriten des Albums werden lässt. Auch das psychedelisch anklingende „Upward Mobility“ weiß zu beeindrucken, die aufgeregten Gitarren und ein Hauch von Epos im Refrain lassen den Song in unseren Köpfen nachhallen, dafür wird uns dann im verträumten „Leave Or Be Yours“ eine kurze Verschnaufpause gegönnt, in der man sich mal Gewahr werden kann, wie gut das alles doch klingt, was uns hier aufgetischt wird!

Auf „Inconsequential Ties“ garnieren The Helio Sequence ihren Sound mit Folk-Einflüssen, Psychedelic und Dreampop klingen immer wieder durch auf dem Album und trotz der Tracklist-Erstellung per Abstimmung klingt das Ganze sehr zusammenhängend. So hinterlassen The Helio Sequence mit ihren zehn Songs einen bleibenden Eindruck. Die Spielfreude, die das Duo bei den Aufnahmen zu ihrem selbstbetitelten Werk umtrieb, ist an allen Ecken und Enden herauszuhören. Sehr organisch muten die einzelnen Songstrukturen an, man bleibt gespannt dran bei diesem Album und erfreut sich alle Nase lang am Ideenreichtum, den die zwei Herren vorzuweisen haben. Zudem haben sie ihrer sechsten Platte eine hervorragende Produktion verpasst, die alles sehr satt und doch mit einer Leichtigkeit erklingen lässt, dass es eine helle Freude ist. Dieses Album ist Indiepop in seiner besten Form!

„The Helio Sequence“ erschien am 22. Mai 2015 bei Sub Pop.

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Fotocredit: William Anthony