Regie: Roger Sargent, 2015.

Regie: Roger Sargent, 2015.

Machen wirs kurz: The Libertines sind zurück! In der ersten Single seit 2004 gehts für die Briten nach Thailand, wo die Band erst kürzlich die Aufnahmen zur kommenden Platte Anthems for Doomed Youth beendete. Idealerweise ließ Pete Doherty vorher noch seine Suchtprobleme im Hope Rehab Centre behandeln und schaut nun mit Carl Barat zusammen wieder hoffnungsvollen Tagen entgegen.

Wie auch schon der Titeltrack Anthems for Doomed Youth, ist auch Gunga Din (= Deen) den gleichnamigen Weltkriegsgedichten Wilfred Owens und Rudyard Kipling entnommen. Weniger poetisch könnte hingegen die Platte selbst ausfallen, hat doch Produzent Jake Gosling sich vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Ed Sheeran und One Direction einen Namen gemacht. Wunschproduzent Noel Gallagher war die Reise nach Thailand leider dann doch einen Schritt zu weit.

Das Live-Debüt feierte der Reggae/Rock-Hybrid der Libertines auf dem Best Kept Secret Festival in den Niederlanden vor wenigen Wochen. Es darf bereits mit ausgelassenen Freudentänzen und Tränen gerechnet werden, wird erstmal der hochansteckende Chorus auf einer anstehenden Tour auf die Menge losgelassen. Wie auch die Babyshambles und The Jackals bleibt auch erst einmal meine Meinung zum Comeback im Schrank. Gunga Din stimmt jedoch auf mehreren Ebenen hoffnungsvoll.

Tracklist: Anthems for Doomed Youth
1. Barbarians
2. Gunga Din
3. Fame and Fortune
4. Anthem for Doomed Youth
5. Heart of the Matter
6. Belly of the Beast
7. Iceman
8. You’re My Waterloo
9. Fury of Chonburi
10. The Milkman’s Horse
11. Glasgow Coma Scale Blues
12. Dead for Love
13. Love on the Dole (Bonus)
14. Bucket Shop (Bonus)
15. Lust of the Libertines (Bonus)
16. 7 Deadly Sins (Bonus)

Wer ein Ticket fürs Lollapalooza sein Eigen nennt, darf sich am 12. September in Berlin selbst davon überzeugen, weitere deutsche Konzerte sind bis dato noch nicht angekündigt. Anthems for Doomed Youth erscheint am 4. September via Virgin EMI Records.

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