Fotos: Jasmin Reckers, noisiv.de

Vergangenen Dienstag gab es hohen Besuch in Hamburg: The Pretty Reckless aus New York waren zu Gast im Uebel und Gefährlich. Dem einen oder anderen dürfte zumindest die Frontsängerin ein Begriff sein. Taylor Momsen spielte einst die süße unschuldige Little J in „Gossip Girl“. Ganz so süß und unschuldig ist sie schon lange nicht mehr. Bereits drei Alben hat das Quartett mittlerweile veröffentlicht. Das neueste Werk ist „Who You Selling For“ und hebt sich etwas von den Vorgängern „Light Me Up“ und „Going to Hell“ ab. Ein bisschen zu viel experimentiert und keine genaue Richtung zu erkennen – so würde ich es in kurzen Worten beschreiben.

Bereits 2014 waren The Pretty Reckless zu Gast im Uebel und Gefährlich und schon damals haben sie mich mit ihrer Liveshow überzeugt! Doch etwas hat sich geändert – waren 2014 noch zu 80% Taylor-Momsen-Wannabes vor Ort, sah das Publikum am 31. Januar doch ein bisschen gemischter aus. Klar, die Wannabes waren auch vertreten, aber Taylor Momsen hat eben einen eigenwilligen Stil, der gerne kopiert wird. Dieses Mal waren zudem viele ältere Herren vor Ort. Ob es nun an der Musik oder der heißen Braut auf der Bühne lag – ich weiß es nicht. Aber: Ausverkauft ist ausverkauft!

The Cruel Knives: Harte Gitarren und stramme Bäuche

Als Support waren The Cruel Knives aus England mit am Start. Die vier Jungs wollen dieses Jahr noch ihre erste EP veröffentlichen und sammeln gerade fleißig Kohle in einer Crowdfunding-Kampagne. Nicht schlecht, wenn man dann auch gleich mit den großen durch Europa touren darf. Harter Gitarren-Sound und halbnackte Männer gefallen mir sowieso besonders gut!

The Pretty Reckless: Lieber spät als nie

Dann soll es endlich mit dem Haupt-Act losgehen. Aber die Herrschaften von The Pretty Reckless lassen etwas auf sich warten. Mit einer Verspätung von einer knappen halben Stunde geht es dann aber endlich los. Wer hier im Mittelpunkt steht ist klar – Taylor betritt als letzte die Bühne und das Publikum kreischt sich die Seele aus dem Leib. Gleich beim ersten Song „Follow Me Down“ werden alle Register gezogen und lauthals mitgesungen.

Die Setlist ist eine Mischung aus alten und neuen Songs. Ein Glück, ich mag die alten Sachen einfach viel zu sehr! Doch leider werden hier wohl kurzerhand Songs gestrichen, das mag wohl an der Verspätung liegen. Als ich später hinten stehe, gröhlen viele immer wieder, dass sie „Just Tonight“ hören wollen. Ich versichere ihnen, der Song steht auf der Set-Liste, doch leider wird er nie gespielt – zu schade!

Die Bühnen-Show ist dennoch ziemlich nice! Taylor sucht immer wieder die Nähe zu Ben (Gitarre) und Mark (Bass). Die Chemie scheint hier zu stimmen. Ein wenig nervig für mich, wenn ich schon mal Fotos machen darf, ist leider der Fakt, dass die junge Frau ihr hübsches Gesicht zu gerne mit ihren Haaren bedeckt. Shit happens…

Am Ende geht es dann noch einmal richtig zur Sache! Der Drummer Jamie haut zu „Fucked up World“ ein fünfminütiges Drum-Solo raus, welches sich echt gewaschen hat. Leider saß der arme Kerl so hoch, dass ich leider keine Fotos von ihm machen konnte – die Drummer kommen einfach immer zu kurz!

Das Konzert war wirklich stark! Mich hat die Setlist zwar nicht zu 100% überzeugt, aber man kann es eben nicht jedem Recht machen. Einen kleinen Eindruck wie es war, habe ich euch hier zusammen gestellt:

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