The Strayin' Sparrows

Regensburg würde man nicht unbedingt als Heimatstadt einer 60s Psychedelic-Blues-Rock-Band vermuten. Genau das ist aber der Fall, denn dort sind The Strayin‘ Sparrows beheimatet und die haben vor nicht allzu langer Zeit ihr Album „Skyship” veröffentlicht. Ihre Musik lässt vermuten, dass sie im falschen Jahrzehnt geboren wären – und das ist gut so!

The Strayin Sparrows - Skyship

Bereits mit einem Paukenschlag namens „Bangkok Roulette” läutet die Band ihr Album ein. Psychedelic-Riffs, die ins Ohr gehen und die geradezu vor Blues-Attitüde schwitzen – genau das ist es, was dieser Song mit dem Hörer macht: Er bringt ihn ins Schwitzen, er muss sich zu diesem Song bewegen! Dazu kommt dann noch die Stimme von Benjamin Hoffmeister, die sich perfekt über den Song legt und angenehm sauber klingt.

„I will pull the trigger for you”

Weil besagter Hörer nach dem ersten Song bereits gut ins Schwitzen kam, schalten The Strayin‘ Sparrows anschließend einen Gang zurück in „Pull the Trigger”. Hier kommen ihre Blues-Einflüsse noch besser zur Geltung. Je tiefer man in den Song vordringt, desto stärker tritt dann auch wieder die Psychedelic-Seite der Gruppe hervor. Bereits nach dem zweiten Track zeigen sie, dass sie variabel und abwechslungsreich sind. Das wiederum revidiert sich über den Verlauf des restlichen Albums auch nicht wieder.

Nehmen wir uns als Beispiel mal den Song „Skyship” vor, der mit einem schweren und ebenso sexy Midtempo-Riff beginnt. Mit Mal wechselt der Song im Mittelteil überraschend in eine verträumte Instrumental-Phase, die so spaceig auf den Hörer einwirkt und ihn so in ganz andere Sphären transportiert. Der Song endet dann mit einem ausgiebigen, psychedelischen Gitarrensolo. Mit fast sieben Minuten ist es der längste Song auf dem Album und alleine dieser zeigt, was The Strayin‘ Sparrows drauf haben und wie sie ihre Form von Musik interpretieren. Beeindruckend!

Mit dem Song „Time” beenden The Strayin‘ Sparrows das Album. Es beginnt introvertiert: Lediglich Sänger Hoffmeister und eine sehr beruhigende Gitarre sind zu hören. Man bekommt den Raum, den ersten Zeilen ganz genau zuzuhören. Nach und nach steigert sich die Band und dreht den Song mehrmals komplett um. Am Ende hört man einem längeren Instrumental-Part zu, der einen würdigen Album-Finisher darstellt.

Die träumerisch-psychedelische Note ist dabei die große Stärke der Band, denn diese wissen sie stets gut und variabel einzusetzen. Jeder Song hat seinen eigenen Charme sowie sein eigenes Tempo und obwohl die Songs mitunter auch gerne mal länger als fünf Minuten sind, werden sie nie langweilig. Sie haben ihre Kreativität in der Vergangenheit gefunden und wissen mit dieser hervorragend umzugehen. Über die Gesamtlänge von 46 Minuten wird man hervorragend unterhalten und in verschiedenste Sphären befördert.

The Strayin' Sparrows

[asa mp3]B016W9E2IS[/asa]